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Hochschulpresse: Presseartikel 2007

„Von der Mikrotechnologie zur Nanotechnologie – Anwendungen von heute und morgen“

Nano-Pinzette unter dem E-Mikroskop

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Nano-Pinzette aus zwei Silizium-Fingern mit Diamantspitzen (Durchmesser
< 100 nm).
(Bild: Christine Mayer in der Gruppe von Bert Lorenz am Lehrstuhl von Prof. Dr. Kotthaus an der LMU München)

 

Die Nanotechnologie zählt heute zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Als Querschnittswissenschaft wirkt die Nanotechnologie in zahlreiche Wirtschaftsbranchen wie die Automobilindustrie, die Biotechnologie, die Chemie, die Halbleiterindustrie, die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Textilindustrie hinein. Der Wissenschaft ist die Klärung wichtiger Eigenschaften von Nanostrukturen gelungen und weitere große Fortschritte sind in den nächsten Jahren zu erwarten. Der Industrie- und Technologiestandort Bayern hat im internationalen Vergleich sehr gute Ausgangbedingungen zur Übertragung dieser Kenntnisse in die Wirtschaft, nicht zuletzt durch die Investitionen in Bildung und Forschung in den letzten Jahren.


Um das enorme Potential, das diese Querschnittstechnologie für die bayerische Wirtschaft bietet, auszuschöpfen, ist eine noch engere Vernetzung der Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre und ein noch schnellerer Transfer aus der Forschung in industrielle Anwendung erforderlich. Der Cluster Nanotechnologie, bestehend aus der Nanoinitiative Bayern GmbH als Clustermanagement und dem Förderverein Nanonetz Bayern e.V. als Plattform - beide mit Sitz in Gerbrunn bei Würzburg - widmen sich dieser Zielsetzung widmet. Zu den primären Aufgaben zählt der Aufbau eines Kompetenznetzwerkes im Bereich Nanotechnologie. So soll die Förderung eines effizienten Know-how-Transfers im Bereich Entwicklung, Herstellung und Vermarktung einen wichtigen Beitrag leisten zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Bayern. Weitere Kernaufgaben sind die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Förderung des Technikinteresses bei Schülern und die Einbringung nanotechnologischer Inhalte in Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen.

Vor diesem Hintergrund fand am 24.05.2007 in der Fachhochschule Deggendorf die Informationsveranstaltung „Von der Mikrotechnologie zur Nanotechnologie – Anwendungen von heute und morgen“ statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung durch die Nanoinitiative Bayern GmbH in Kooperation mit der Fachhochschule Deggendorf sowie den Industrie- und Handelskammern Passau und Regensburg. Die Einladung zu dieser kostenlosen Informationsveranstaltung richtete sich sowohl an die Industrie als auch an Studierende und SchülerInnen mit Interesse an der Nanotechnologie.

Experten aus der Industrie, Wissenschaft und Lehre gaben einen umfassenden Überblick über die rasante Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie und zeigten die Möglichkeiten auf, die sich dadurch für innovative Unternehmen eröffnen. Marktzahlen und Prognosen rechnen mit einem Umsatzpotential von mehreren hundert Milliarden EURO weltweit bis 2015.
Darüber hinaus wurde die Möglichkeit einer dualen Ausbildungsform im Rahmen des Projektes „hochschule dual - Studium und Lehre gleichzeitig“ vorgestellt, die die Fachhochschulen in enger Kooperation mit Industrieunternehmen anbieten. Studierende können erlerntes Wissen zeitnah und regelmäßig in betrieblicher Praxis anwenden und vertiefen. Gleichzeitig findet eine optimale Einbindung in betriebliche Strukturen, Arbeitsweisen und Projektabläufe statt. Von dieser Form der Ausbildung profitieren sowohl die Studierenden als auch die Industrie, die auf praxisnah ausgebildeten Nachwuchs zurückgreifen kann.

Weitere Informationen zur Nanotechnologie finden Sie unter: www.nanoinitiative-bayern.de

 

Nano-Initiative Bayern, 04. Juni 2007

 

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