Intercontec Stiftungslehrstuhl an der FH Deggendorf |
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Human Skill Management während des TechnikstudiumsDas Niederwinklinger Unternehmen Intercontec ist führender Hersteller und Entwickler von Signal- und Leistungs-Rundsteckverbindern. Der Kundenstamm liest sich wie das Who is Who der internationalen Servo- und Automatisierungstechnik. Warum gerade ein hochtechnisiertes Unternehmen einen Lehrstuhl zum Thema Soziale Kompetenz unterstützt, kann der Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Wolfgang Pfeiffer leicht erklären: Wir wollen ein Lehrgebiet unterstützen, welches sich nicht auf das bezieht, was wir schon können, sondern auf das, was wir brauchen und in Zukunft immer wichtiger werden wird. Dabei baut er auch auf die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und den Hochschulen. Das neue Forschungs- und Lehrgebiet Human Skill Management beschäftigt sich mit den menschlichen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dazu gehören vor allem Mitarbeiterauswahl und -führung, Präsentation und Rhetorik, Führungsverhalten, kundenorientierte Vertriebstechnik, Verhandlungstaktik, Kommunikation, Krisen- und Konfliktmanagement, Mediation, Fähigkeiten in der Restrukturierung von Unternehmen, bis hin zur Wirtschaftsethik. Es betrifft auch Persönlichkeitsmerkmale wie gesundes Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit oder Lernbereitschaft. Besagte Soft Skills sind also gar nicht einmal so weich, sondern heutzutage ganz harte Wettbewerbsfaktoren. Der neue Lehrstuhl ist an der Fakultät Elektro- und Medientechnik der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Deggendorf angesiedelt. Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass dies wohl einer der ersten Lehrstühle in Deutschland ist, der vor allem den Studierenden in den technischen Fakultäten die Gelegenheit gibt, sich intensiv mit den im Berufsleben wichtigen zwischenmenschlichen Kompetenzen zu beschäftigen. Damit könne die Fachhochschule auch einem verstärkten Wunsch aus der Wirtschaft nachkommen, bereits während des Studiums die Inhalte und die Wichtigkeit der Sozialen Kompetenzen zu vermitteln. Professor Peter Schmieder wurde vom bayrischen Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel auf den Intercontec-Stiftungslehrstuhl an der Fachhochschule Deggendorf berufen. Schmieder studierte Theologie und Philosophie an der Universität in Regensburg. Ein Stipendium führte ihn an die renommierte University of Notre Dame, USA, wo er sich bereits mit den Schwerpunkten Krisen- und Konfliktmanagement, Mediation, Beratung und Rhetorik beschäftigte. Es folgten nach seiner Aufgabe als Seelsorger in Straubing und Regensburg - weitere Ausbildungen in Wirtschaftsmediation, Neurolinguistik, Psychologie und vor allem in der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen. Als Kooperationspartner der Wirtschaftskanzlei und Insolvenzverwaltung Prof. Dr. Josef Scherer war der neue Professor mit dem Interims- und Krisenmanagement von verschiedenen Sanierungs- und Insolvenzverfahren betraut. So auch vor fünf Jahren, als der heutige DEL-Eishockey-Club in Straubing durch einen Insolvenzplan saniert werden konnte. Seit vielen Jahren ist Peter Schmieder Berater vieler mittelständischer Unternehmen, die er durch Restrukturierung und Veränderungsprozesse begleitet hat. Darüber hinaus war der gebürtige Oberpfälzer mit jetzigem Wohnort Aiterhofen vor seinem Ruf an die Fachhochschule Deggendorf bereits Lehrbeauftragter und Dozent an den Fachhochschulen Deggendorf, Regensburg und Landshut sowie an den Universitäten Passau, Regensburg und Leipzig. Peter Schmieder ist verheiratet und interessiert sich für Fußball, Klaviermusik und Weine. Tochter Emma freut sich jetzt schon auf ihr Geschwisterchen, das für Anfang Dezember erwartet wird.
Eigener Bericht vom 27. September 2007
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