Hochwasserrisiken als Forschungsschwerpunkt |
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Bereits
im Jahr 2000 hat die Europäische Union eine einheitliche Hochwasserrichtlinie
eingeführt. Diese ist die Grundlage für unterschiedliche Hochwasserkarten,
die die Behörden, Anlieger und Interessenten über ein bestehendes
oder zukünftiges Hochwasserrisiko informieren sollen. Prototypen solcher
Karten liegen in verschiedenen Formaten bereits vor. Allerdings müssen
nicht nur die Experten, sondern vor allem auch die Betroffenen über
ein Hochwasserrisiko unterrichtet werden. Daher ist es notwendig, Karten
für die einzelnen Nutzergruppen anzufertigen. Während Experten
mit einer Vielzahl unterschiedlicher Karten tagtäglich konfrontiert
werden, ist für Laien die Darstellung oftmals zu komplex. Ebenso beanspruchen
Entscheidungsträger möglichst umfassende und damit vielfältige
Informationen in den Karten zu finden.
Die Forschungsgruppe Wasser und Umwelt der Hochschule Deggendorf nahm sich innerhalb des Projekts RISKCATCH (www.riskcatch.info), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, dieser Aufgabe an und kooperiert derzeit gleichzeitig mit Partnern aus Österreich und Frankreich. Mit Hilfe einer speziellen Apparatur des Krankenhauses von Tours/Frankreich wurde analysiert, wie verschiedene Personen solche Risikokarten auf unterschiedliche Art und Weise wahr nahmen. Diese individuellen Wahrnehmungen wurden anhand der Pupillenbewegung verfolgt. Ein Fragebogen zu den einzelnen Karten gab zusätzlichen Aufschluss über die weiteren Vor- und Nachteile. 20 Testpersonen aus Bayern, Österreich und Frankreich, darunter Bürgermeister Werner Schießl aus Eggenfelden und Regionalmanager Wolfgang Dorner aus Deggendorf, leisteten dabei durch ihre Teilnahme einen entscheidenden Beitrag zum Resultat des Projekts. In den nächsten Monaten werden die Testreihen ausgewertet und dann den öffentlichen Organisationen, wie Landesamt oder Staatsministerium, präsentiert.
Eigener Bericht vom 23. November 2007
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