Zukunftsweisende Ideen für das Bauen mit Stahl |
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Der Nachwuchs braucht sich hinter den etablierten Büros der Architekten und Ingenieure nicht zu verstecken. Oft kann man den Unterschied zwischen realisierten Projekten und studentischen Visionen kaum erkennen zumindest auf dem Papier. Dies ist der Eindruck von einer Ausstellung über die besten Entwürfe und realisierten Projekte mit Stahlkonstruktionen, die an der Fakultät Bauingenieurwesen der Fachhochschule Deggendorf auf Initiative von Prof. Florian Neuner derzeit zu besichtigen ist. Alle zwei Jahre lobt BAUEN MIT STAHL e.V., eine auf das Bauwesen spezialisierte Organisation für Beratung und Wissenstransfer, zwei Wettbewerbe aus, den "Preis des Deutschen Stahlbaues" für Architekten und den "Förderpreis des Deutschen Stahlbaues" für den studentischen Nachwuchs. Die Preise zählen zu den angesehensten und traditionsreichsten in Deutschland und werden in diesem Jahr zum 19. bzw. 18. Mal ausgelobt. Die Ergebnisse dieser Wettbewerbe werden jeweils in einer Wanderausstellung zusammengestellt, die an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt wird. Über den Rückgang der Studienzahlen beim Ingenieurnachwuchs klagen auch die Architekten und Bauingenieure. Über die Qualität des Nachwuchses braucht man sich aber bisher wohl keine Sorgen zu machen. Die 16 besten studentischen Entwürfe darunter Visionen für das Bauen von morgen beeindrucken durch professionelle Darstellungen, wie sie renommierte Architekturbüros kaum besser präsentieren könnten. Der Computer und CAD-Programme machen es möglich. "Wünschenswert wäre eine stärkere interaktive Zusammenarbeit zwischen Bauingenieur- und Architekturstudenten, um wirtschaftliche und zugleich architektonisch anspruchsvolle Lösungen für das Bauen voranzutreiben", so Dr. Julija Ruga von BAUEN MIT STAHL bei der Ausstellungseröffnung. Die beim "Preis des Deutschen Stahlbaues" ausgezeichneten Bauwerke sind zugleich eine Werkschau aktueller Stahlbauarchitektur. Sie zeigen die breiten Einsatzmöglichkeiten von Stahl im Büro- und Verwaltungsbau, bei Industrie- und Gewerbebauten, Sportstätten, Museen und Gedenkstätten bis hin zu Umnutzungen historischer Bauwerke. Dabei tritt der Baustoff Stahl teilweise dezent in den Hintergrund und ist nicht sichtbar. Wie beim Gewinner des letztjährigen Stahlbaupreises, der Station Z an der Gedenkstätte Sachsenhausen von HG Merz Architekten, wo der Baustoff unsichtbarer Träger einer transluzenten Membranhülle ist. Im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarländern tut sich Deutschland schwer bei der Förderung zeitgenössischer Architektur. Eine Stiftung Baukultur konnte nur unter großen Mühen geboren werden. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch private Initiativen. Dies ist auch ein Beweggrund der Organisation BAUEN MIT STAHL, derartige Wettbewerbe durchzuführen. Die Ausstellung ist noch bis zum 29.11.2007 zu besichtigen (Fakultät Bauingenieurwesen, Gebäude E im Erdgeschoss). BAUEN MIT STAHL e.V., Sohnstraße 65, 40237 Düsseldorf
Eigener Bericht vom 23. November 2007
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