Akustiktagung an der Hochschule Deggendorf |
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Beim diesjährigen Tontechnikseminar präsentierten fünf Referenten aus Industrie und Forschung wieder aktuelle Audiotechnologien. Das Seminar erlaubt den Studierenden Einblick in aktuelle wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte und führt Hochschule und Wirtschaft näher zusammen. Aus den Diskussionen zwischen Referenten und Studierenden ergeben sich so manche Praktika und Diplomarbeiten, stellte der Veranstalter Prof. Dr.-Ing. Gerhard Krump von der Hochschule Deggendorf fest. Aufgrund der Veranstaltung ergab sich ein neues Projekt. Wir werden nun zusammen mit dem Institut für Rundfunktechnik gemeinsam die Qualität verschiedener Codierverfahren durch Hörversuche untersuchen. Die alljährliche wissenschaftliche Vortragsreihe beschäftigte sich diesmal mit Mehrkanalproduktionen beim Fernsehen in Dolby Digital 5.1. Elmar Hergenröder vom Bayerischen Rundfunk gab einen Einblick in die technischen Möglichkeiten und aktuellen Anwendungen von Surroundsound im Filmbereich. Immer mehr Filmproduktionen werden gerade in Verbindung mit der neuen Bildauflösung in HDTV mit Surroundsound abgemischt. Hierbei sorgen fünf umgebende Lautsprecher dafür, dass der Zuhörer akustisch inmitten des Geschehens versetzt wird. Der technische Stand und die Qualität von Datenreduktionsverfahren, welche beispielsweise die große Verbreitung von mp3-Musikstücken erst möglich gemacht haben, wurde von Gerhard Stoll vom Münchener Institut für Rundfunktechnik präsentiert, einem Pionier des mp3-Codierverfahrens. Mit großem Bedauern stellte der Referent fest, dass die Firma Coding Technologies kürzlich von Dolby aufgekauft wurde und es somit im Wesentlichen nur noch ein Unternehmen gibt, das Codierverfahren entwickelt und vermarktet. Der Vortrag von Klaus Laumann, ebenfalls vom Institut für Rundfunktechnik, stellte anschaulich die akustische Entwicklung von Monowiedergabe über Stereo zu Surround bis hin zur Wellenfeldsynthese dar, welche mittels computergesteuerten Schallfeldern ein beeindruckendes Hörerlebnis realisiert. Die Vorträge verdeutlichten durch Filmsequenzen in HDTV-Auflösung und Surroundbeschallung anschaulich den aktuellen technologischen Stand und die akustischen Möglichkeiten. Jürgen Breitlow von der Firma Neumann in Berlin stellte den Entwicklungsstand digitaler Mikrofone dar und erläuterte ihre Vorteile. Sie sind klein, handlich und ermöglichen das Abspeichern der Aufnahme auf Flash-Speicher wie z.B. einen USB-Stick, von dem die Daten schnell und einfach in einen Computer eingelesen und weiterverarbeitet werden können. Sie sind damit das ideale Handwerkszeug für Reporter und mobile Berichterstatter. Christian Langen, Entwicklungsleiter der Firma Schoeps in Karlsruhe, berichtete schließlich über Mikrofonmessungen und stellte zum Teil größere Abweichungen zwischen Messung und Datenblattangaben der Hersteller fest. Führungen durch das hochschuleigene Audiolabor und das Tonstudio rundeten die Veranstaltung ab.
Eigener Bericht vom 07. Dezember 2007
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