Huber: Bin Freund der Fachhochschulen |
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Kamingespräch mit den Präsidenten der bayerischen Fachhochschulen im nh-HotelAriane P. Freier Deggendorf. Unter Federführung von Prof. Dr. Marion Schick, Vorsitzende des Hochschulen Bayern e.V. und Präsidentin der FH München - mit 15 000 Studenten die größte in Bayern -, hatten die Teilnehmer drei Notwendigkeiten bekräftigt: die Forschungsanschubfinanzierung für die Fachhochschulen durch die bayerische Staatsregierung, die deutliche Verbesserung der Professorenbesoldung und den Schutz von Titeln wie Bachelor/Master. Zusammengefasst ein bayerisches FH-Forschungsförderprogramm. Vor dem Hintergrund der von der CSU-Landtagsfraktion geforderten Erhöhung des Anteils der Fachhochschulstudenten von derzeit 25 auf 40 Prozent, sehen die FH nicht nur die geburtenstarken Studienjahrgänge als unersetzliche Ressource für die erfolgreiche Zukunft des Hochschullands Bayern an, sondern vor allem auch die Rahmenbedingungen. Wenn wir 800 bis 1000 neue Professorenstellen besetzen dürfen, so Prof. Schick, müssen wir diese attraktiver machen und dazu brauchen wir einen angemessenen Besoldungsrahmen. Dieser könne derzeit nicht annähernd mit der freien Wirtschaft konkurrieren. Dem konnte Erwin Huber nur zustimmen: FH-Professoren leisten ein enormes Maß an Arbeit. Angesichts verschärfter Konkurrenz sollte die Staatsregierung diese Wettbewerbssituation berücksichtigen. Zum ganzen Hochschulpaket gehört aber auch der Ausbau der Forschungsmöglichkeiten. Um dieses Ziel zu erreichen muss bereits im Nachtragshaushalt ein richtungsweisender Schwerpunkt auf die Förderung der Forschungsaktivitäten gesetzt werden, so Schick. Dem stimmte Huber ebenfalls zu: Die Umsetzung von Entwicklungen in wirtschaftlich verwertbare Innovationen und Produkte gelingt in der anwendungsorientierten Forschung besonders effizient. Zahlreiche Projekte der Hightech-Offensive konnten nur mit FH-Hilfe umgesetzt werden. Dennoch könne nur von wirtschaftlichem Erfolg die Rede sein, wenn die angewandte Forschung noch besser werde und der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Produkten gelinge. Gerade auch zusammen mit kleinen und mittleren Unternehmen. Bayern wolle laut Huber den Anteil der Forschung am Bruttoinlandsprodukt von derzeit drei Prozent bis 2020 auf 3,6 Prozent steigern und damit bundesweit Vorreiter bleiben. In diesem Sinne sei er auch Finanz-Anschubprogrammen gegenüber aufgeschlossen. Die Notwendigkeit der Abgrenzung zwischen akademischer und beruflicher Ausbildung legte schließlich Prof. Dr. Michael Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, überzeugend dar. Titel wie Bachelor oder Master dürften nicht verwechselbar sein mit Abschlüssen der beruflichen (IHK-)Weiterbildung. Obwohl die Durchlässigkeit (z. B. Meister, die studieren wollen) von den FH sehr befürwortet werde. Huber brachte es niederbayerisch trocken auf den Punkt: Gleiche Titel mit unterschiedlichen Inhalten machen keinen Sinn. Auch ein Professional Hairdresser bleibt ein Bader. Das Gremium gratulierte Huber als neuer CSU-Chef und dankte ihm für die Unterstützung der Hochschulen durch die Partei mit einem symbolischen Kristallkubus. Mittelstandsunions-Chef Manfred Eiberweiser und Vize Gerhard Krampfl hatten Huber im nh-Hotel mit einem Statthalter für Berlin, einer Biergartengarnitur, überrascht.
Deggendorfer Zeitung vom 15. Oktober 2007
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