An dieser Brücke führt kein Weg vorbei |
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Studenten haben Stege über den Hammermühlbach geplant - Konzept mit drei Wegen gewinntDeggendorf (kw). Sie sollten
eine Fußgängerbrücke über den Hammermühlbach
entwerfen. Sieben Bauingenieur-Studenten von FH-Professor Dr.-Ing. Florian
Neuner hatten den Auftrag, planerisch die Tennisplätze des TC Rot-Weiß
zu verbinden, den Stadtpark mit dem Donau-Wald-Stadion, das Gelände
des Landwirtschaftsamts mit dem der Handwerkskammer. Rund 15 Meter Stützweite,
1,50 bis 1,80 Meter breit, aus Stahl, Holz und in verschiedenen Bauweisen
- die Konzepte von Mario Biller, Alfred Hölzl, Stefan Labermeier,
Stephan Thalhammer und Sebastian Thanner haben den Stadtentwicklungssenat
gestern allesamt überzeugt. Alle beteiligten Studenten hatten lobende
Worte aus dem Gremium auf ihrer Seite - und werden von OB Anna Eder für
den Fachhochschulpreis 2008 vorgeschlagen. Nicht zu schlagen aber war
die darüber hinausführende Idee von Cornelia Arnold und Thomas
König: An dieser Brücke führt kein Weg vorbei,
stellte SPD-Fraktionschef Wolfgang Lorenz fest. Und richtig: Der dreiarmige
Steg ist von allen Seiten zu erreichen. Denn er überquert auch den
Kollbach, der kurz darauf nach dem Zusammenfluss mit dem Hammermühlbach
zum Bogenbach wird. Und damit wären auch die Fuß- und Radwege
beiderseits des Bogenbachs über die neue Brücke miteinander
verbunden. Dieser Vorschlag sei sein Geld
wert, urteilte für die CSU Gerard Zacher. Denn immerhin wird die
Brücke über zwei Bäche mit rund 130 000 Euro etwa doppelt
so viel kosten wie all jene, die nur über den Hammermühlbach
führen. Dennoch, so Zacher: Das ist eine sehr gute Lösung,
die Deggendorfer werden begeistert sein. Ausgezeichnet seien alle
Entwürfe, lobte Wolfgang Lorenz im Namen der SPD-Fraktion. Gerade
bei der von Stephan Thalhammer und Sebastian Thanner präsentierten
Idee schlage sein Physiker-Herz höher: Denn die Studenten bemühten
für ihre raffinierte Konstruktion eine Vorlage von Leonardo da Vinci.
Aber, so Lorenz: Die Dreier-Verbindung ist noch einmal etwas anderes.
Als das Vernünftigste erachtet auch Karl-Heinz Gollwitzer
im Namen der Freien Wähler diesen Vorschlag. Diesen umzusetzen, und
das so bald als möglich, war also schnell einstimmig beschlossene
Sache. Diskutiert wurde noch über Details wie die Stabilität
bei Hochwasser oder die Art des Bodenbelags. Stöckelschuhe, Hundepfoten
und Barfuß-Läufer sprechen für Holzbohlen, die Griffigkeit
bei Regen, durchfallender Schnee und die mögliche Verwitterung von
Holz für einen Stahlgitterrost. Den Standort der Brücke
hatten sich mehrere Stadträte vor der Sitzung persönlich angeschaut.
Auf dem Gelände des früheren Freibads endet dessen asphaltierter
Weg beim Landwirtschaftsamt derzeit als Sackgasse in der Wiese. Der Weg
soll an Tennisplatz und Amt vorbei fortgeführt werden und hinter
einem der Gebäudeteile zum Hammermühlbach hin. Dort, wo der
Damm jetzt noch wild bewachsen ist, soll die Brücke diesen überqueren.
Beim Parkplatz der Handwerkskammer und den Tennisplätzen auf der
anderen Seite - bisher nur über die Graflinger Straße erreichbar
- führt der Weg dann weiter. Mit der Verbindung auch über den
Kollbach gelingt ein weiterer Brückenschlag zwischen Freizeiteinrichtungen,
Schulzentrum und Lehrlingswohnheim der Handwerkskammer.
Deggendorfer Zeitung vom 14. Juni 2007
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