Von Deggendorf aus in die ganze Welt |
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Fachhochschule feierte in Stadthalle "Dies Academicus" Abschlussfeier mit Ehrungen Deggendorf.(sum) Die Fachhochschule feierte am Samstag in der Stadthalle ihren "Dies Academicus". "An dem Jahrtag, der den Blick auf die akademische Gemeinschaft richtet, möchten wir gemeinsame Anstrengungen und Leistungen würdigen und die Herausforderungen der Zukunft benennen", begrüßte Präsident Professor Dr. Reinhard Höpfl die Absolventen und zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, von Schulen und Hochschulen. "Die Anstrengungen und Leistungen in der Lehre wurden als ausgezeichnet bewertet und in Magazinen publiziert", blickte Höpfl vor den viele Gästen darunter auch Professor Dr. Martin Balle, Verleger der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung auf das vergangene Hochschuljahr zurück. Viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurden mit Fördergeldern belohnt und 15 Doktoranden arbeiten in nationalen, europäischen und internationalen Forschungsgruppen, beschrieb er die erfolgreiche internationale und nationale Zusammenarbeit. "Für unsere Hochschule hat sich eine großartige Stifterkultur und ein unterstützendes Mäzenatentum entwickelt", dankte Höpfl für die Unterstützung für Stiftungsprofessuren, kulturelle Veranstaltungen, für Studierende bei Auslandspraktika und Auslandsstudien. Durch den Bologna-Prozess, dessen Ziel es sei, bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum, dem 47 europäische Staaten angehören, zu schaffen, werde Leben und Lernen an der Hochschule internationaler. "Sie, liebe Absolventen können in der globalisierten Welt in Zusammenspiel und Austausch eine Welt mit Zukunft gestalten", gab Höpfl den Absolventen mit auf den Weg. Globaler Marschall-Plan In seinem Festvortrag "Globalisierungsgestaltung als Schicksalsfrage Herausforderung für Hochschulen und die Wissenschaft" zeigte Professor Dr. Franz Josef Radermacher einen Weg auf aus der Umwelt- und sozialen Katastrophe, auf die die globalisierte Welt zusteuert. Der promovierte Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler ist Ordinarius für Datenbanken und künstliche Intelligenz an der Universität Ulm und leitet das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung in Ulm. Die Entwicklung des Menschen sei ein Prozess der Vergrößerung der Freiheit, zitierte er den indischen Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen, der 1998 den Nobelpreis für seine Arbeiten zur Wohlfahrtsökonomie bekommen hat. Die Freiheit des Einzelnen ende dort, wo sie die Freiheit des Anderen mindere. Ziel sei es nicht, die größtmögliche Effizienz, den größtmöglichen Reichtum auf Kosten anderer zu erreichen. Ziel seien Umweltschutz und sozialer Ausgleich, betonte Radermacher. In einer globalen Demokratie, in der jeder Mensch eine Stimme habe, können Regeln geschaffen werden, die die Welt wieder in die Balance bringen. In der EU funktionieren Gesetze zum Umweltschutz und die Querfinanzierung von Infrastruktur und Bildung, betonte Radermacher. Dieses Modell müsse in einem globalen Marschall-Plan auf die Welt übertragen werden. "Sie haben eine gute Ausbildung, Sie können alles meistern", gratulierte Radermacher den Absolventen zu ihrem bestandenen Examen. Er hoffe, dass sie nun nicht in ein Hamsterrad der Effizienz steigen, sondern den Blick sozusagen von oben auf ihre Ziele richten können, die sich in funktionierenden menschlichen Beziehungen zeigen. Sieben Preisträger Im Rahmen der Feier verabschiedeten Präsident Reinhard Höpfl sowie die Dekane der Fakultäten Bauingenieurwesen, Elektro- und Medientechnik, Maschinenbau und Mechatronik sowie Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik ihre Absolventen. Dipl.-Ing. (FH) Duan Hong erhielt für ihre hervorragenden Leistungen und ihr Engagement während des Studiums den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Manfred Zoller ehrte Dipl.-Ing. (FH) Alexander Braumandl für die Entwicklung einer zentralen Überwachung und Steuerung eines Gebäudes mit dem Ziel einer optimalen Energieausnutzung und Dipl.-Ing. (FH) Markus Simon für die Entwicklung eines Sensors und einer Messschaltung zur Erfassung von Flüssigkeitsständen, mit dem Manfred-Zoller-Preis für Elektrotechnik und Medientechnik. Katharina Raith B.A. wurde vom Geschäftsführer der Kappenberger und Braun GmbH, Josef Kappenberger, für ihre gut recherchierte und anschaulich dargestellte Bachelorarbeit zum Thema Produktmarketing mit dem K+B-Preis für Betriebswirtschaft geehrt. Der erste Vorsitzende des Vereines der Freunde und Förderer der FH Deggendorf, Dr. Josef Dachs, zeichnete Dipl.-Ing. (FH) Michael Habereder für seine Diplomarbeit im Fach Maschinenbau aus. Er hat ein optimales Anlagenkonzept zur Herstellung von Aluminiumtüren entwickelt. Den Preis der Horst-Minihold-Stiftung für herausragende Studienleistungen in Verbindung mit hohem Praxisbezug und kurzer Studiendauer im Fach Bauingenieurwesen bekam Dipl.-Ing. Martin Berndl. Für seine Diplomarbeit zum Thema "lebenslanges Lernen" überreichte der Vizepräsident des Rotary Club Bayerwald-Zwiesel an Dipl.-Betriebswirt Wilhelm Wiesmüller einen Förderpreis. Die Big Band des Robert-Koch-Gymnasiums gab unter der Leitung von Dr. Gisela Sandner der Feier einen energiegeladenen, swingenden Rahmen.
Donau-Anzeiger vom 19. November 2007
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