Bauingenieure bauten schwimmfähiges Betonboot |
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Gestern auf dem Campus der Fachhochschule eingeweiht - Teilnahme an Regatta in HannoverDeggendorf. (ok) Neun Studenten des Studiengangs Bauingenieurwesen tauften am Montagvormittag im Innenhof der Fachhochschule ein Floß und ein Kanu aus Beton, mit dem sie am 15. und 16. Juni an der Betonkanu-Regatta in Hannover zusammen mit Universitäten, Fachhochschulen und Berufsschulen aus ganz Deutschland teilnehmen wollen. Zu diesem Anlass war reichlich Prominenz an die FH gekommen, die Taufe des Floßes übernahm FH Präsident Reinhard Höpfl, gegen das Kanu durfte Bürgermeister Peter Volkmer die Sektflasche schwingen. Dieser richtete die Grüße von Oberbürgermeisterin Anna Eder aus, die einer Kreistagssitzung beiwohnen musste. Er sei stolz auf die Teilnahme der FH, lobte Präsident Reinhard Höpfl den Einsatz der Studenten, "Sie sind gute Botschafter für die Fachhochschule, wir drücken Ihnen allen die Daumen". Studenten hatten die Idee Der Einsatz der Studenten ist in der Tat lobenswert, das Projekt Betonbootbau ging nämlich allein von ihnen aus, die Arbeit musste nebenbei in der Freizeit absolviert werden, ein dreiviertel Jahr lang. Studenten der FH hatten bereits 1998 und 2005 an der Betonkanuregatta teilgenommen. "Die Studenten, die vor zwei Jahren schon einmal dabei waren, haben uns angesprochen und gefragt, ob wir nicht Lust hätten mitzumachen", erklärt Projektleiter und Student Philipp Fischer die Entstehung des Projekts, der zusammen mit Andrea Nigl, Marcel Nowak, Philipp Tamm, Yasmin Vogel, Elisabeth Zacher und Stefan Matzl für das Betonfloß verantwortlich ist. "Damit nehmen wir in der offenen Klasse teil", so Philipp Fischer, es sei mehr eine Gaudi und kein Wettrennen, das Thema sei Bayern, das Floß sei ein bayerisches Biergarten-Floß, komplett ausgestattet mit Bierbank, Gartenzaun, Grill und Weißbierfässchen. Die Bezeichnung "Betonfloß" muss aber relativiert werden, die Konstruktion besteht aus Styroporstämmen, die mit einer Betonschicht überzogen wurden, und es hat eine Tragkraft von circa zwei Tonnen. Hier geht es weniger um Schnelligkeit als um Originalität. Anders sieht es beim Kanu aus, hier muss um die Wette gepaddelt werden. "Vorher gibt's aber noch einen Kanadier-Paddel-Crashkurs", erklären Matthias Baumgartner und Ludwig Schwarz, die Erbauer des Kanus. Auch hier kam richtiger High-Tech zum Einsatz und auch hier ist die Bezeichnung "Betonkanu" ein wenig irreführend. Es wurde Glasfaser mit einer Zementschicht überzogen, beziehungsweise mit sogenanntem "Blähglas", einem Werkstoff, der leichter ist als herkömmlicher Beton. Wie Holz fühlt sich die Kanuwand an und klingt auch so, wenn man vorsichtig gegen sie klopft. "'King Lui' heißt das Kanu, auch weil es uns oft zum Affen gemacht hat", schmunzeln die beiden Erbauer. Große Euphorie am Anfang Dass die ganze Sache mit einer Menge Arbeit verbunden war, zeigt ein Fakt besonders deutlich: Von den Anfangs 40 Studenten waren am Ende neun übrig geblieben. "Die Euphorie am Anfang war groß", so Projektleiter Philipp Fischer, "als dann aber klar war, dass man für dieses Projekt einen Haufen Freizeit opfern musste, sind viele abgesprungen".
Donau-Anzeiger vom 12. Juni 2007
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