Erstes "foRUM" an der FH war ein voller Erfolg |
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Rund 100 interessierte Besucher hörten Vorträge zum Thema Ressourcen- und Umwelt-Management Deggendorf.(cg) Die Ressourcen unserer Erde sind nur begrenzt verfügbar, daher wird die schonende und umweltgerechte Bewirtschaftung von Wasser und Energie immer wichtiger. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle Ingenieure und Manager, die in diesem Bereich tätig sind, die engen Verknüpfungen zwischen den Randbedingungen der Natur und den Auswirkungen der menschlichen Eingriffe analytisch erfassen und Strategien für ein integriertes Handeln daraus entwickeln. Auf eben diesen Bausteinen Energie und Ressourcen, Management und Recht fundiert das "foRUM". Seine Zielgruppe sind Kommunen, Unternehmer, Planer und alle anderen umweltbewussten Menschen. Und genau diese konnten Dipl.-Ing. Wolfgang Dorner und Professor Rudolf Metzka, die Initiatoren von "foRUM", neben den Referenten aus verschiedenen Fachbereichen am Freitagmorgen im Josef-Rädlinger-Hörsaal an der FH begrüßen. 100 Interessierte aus vielen Bereichen waren anwesend. Hochschul-Präsident Reinhard Höpfl begrüßte die Anwesenden, unter ihnen Ministerialrat Mehler vom bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie zahlreiche andere namhafte Experten der verschiedenen Disziplinen. Vor 8000 Jahren lebten 20 Millionen Menschen auf der Erde. in 50 Jahren werden etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die Menschen die noch vor 8000 Jahren auf der Erde lebten, waren Jäger und Sammler. Durch die Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht konnte die Nahrung für die Menschen gesteigert werden. Eine immens wichtige Basis-Innovation war die Erfindung des Feuers. Nach dem russischen Physiker Kapitza sind die technischen Basis-Innovationen die Ursache für das Wachstum der Menschheit. Zu diesen Basis-Innovationen zählen weiter, so Reinhard Höpfl, Handwerk, Industrialisierung, Chemie, Werkstoffe, Autos, Flugzeuge und Biowissenschaften. Der Mensch, vor allem aber der Ingenieur, so betonte Reinhard Höpfl, ist bestrebt durch technische Innovationen Probleme zu lösen. Dabei erzeugt er aber weitere Probleme, die oft noch größer sind. "Heute", so stellt Reinhard Höpfl in seiner Rede fest, "haben wir große Probleme mit unseren Ressourcen, der Energie, des Bodens, des Wassers und der Nahrung. Probleme mit unserer Umwelt, mit dem Abfall, der Wasserverschmutzung, der Luftverschmutzung, der CO2-Belastung und der Klimaveränderung." Zu den technischen Innovationen braucht es für die Problemlösung nach Meinung der Forschung Innovationen in Governance, also Innovationen in der Politik, in der Gesellschaft, der Verwaltung und dem Recht, so Reinhard Höpfl weiter. Der Prozess der Innovation laufe aber nur über die Kommunikation und eben dieser diene das "foRUM". "Panta Rhei Alles fließt" Professor Rudolf Metzka begrüßte die Anwesenden ebenfalls herzlich und stellte eine kurze Einführung in das "foRUM" vor. Die Welt sei in einem steten Wandel begriffen. Bereits heute sei spürbar, wie die Veränderungen in der Gesellschaft und der Umwelt immer rasanter werden. Für die Zukunft werde das noch verstärkter gelten. "Das Synonym für diesen rasanten Wandel schlechthin ist die Nummer eins der medialen Hitlisten der Klimawandel", so Professor Metzka. Die Ressourcen der Erde seien nur begrenzt, ganz deutlich sei dies aber bei der Energie und dem Wasser erkennbar. Professor Metzka umriss knapp die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Anforderungen an das menschliche Handeln und Wirtschaften. "Das Gebot der Stunde ist ressourcenschonend und umweltgerecht zu handeln", betonte er. Seiner Meinung nach könne dieser hohe Anspruch nur dann erreicht werden, wenn Manager und Techniker beispielsweise aus Bereichen wie Energiebewirtschaftung und Wasserwirtschaft zusammenarbeiten. Sie müssen die engen Verknüpfungen zwischen den Randbedingungen der Natur und den Auswirkungen der menschlichen Eingriffe genauestens erfassen. Darauf können sie dann Strategien für ein integriertes Handeln entwickeln. Das "foRUM" soll den Teilnehmern einen ersten Einblick in die Vielschichtigkeit eines solchen Managements geben. Anhand konkreter Projekte und Fallbeispielen zeigen kompetente Experten, welche Möglichkeiten es gibt, um ressourcenschonend und umweltgerecht Probleme gleichzeitig effektiv und wirtschaftlich zu lösen. Professor Berthold Riedl sprach als erster Referent zu dem sehr theoretisch klingenden Thema "Flussgebietsmanagement alles nur graue Theorie". Im Anschluss sprach Alfred Ernst über das Thema "Klärschlammentsorgung im Umweltkreislauf". Er stellte die derzeitigen Entsorgungswege anschaulich dar und stellte ebenfalls anschaulich Perspektiven für die Zukunft vor. An die Vorträge schloss sich am Nachmittag noch eine Diskussionsrunde an. Information und Austausch Im Foyer informierten beispielsweise die BRG Donau-Wald anschaulich über die Verwertung von Klärschlamm und über die wirtschaftliche und umweltgerechte Entsorgung am Bau. Die Firma Hans Würmseher eK informierte anschaulich über die innovativen Mono-Erschließungs-Systeme, die alle Leitungen, Zu- und Ableitungen und Leitungen wie Strom und Telekom, in einen Graben legen und alle Hausanschlüsse in einer Box in einem Schacht vereinen. Damit reduzieren sich Wartung und Reparaturkosten erheblich. Außerdem fallen bei dieser "autofahrerfreundlichen" Lösung die Kanaldeckel und Schieberklappen in der Straße weg.
Donau-Anzeiger vom 11. Oktober 2007
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