Staatssekretär Franz Meyer eröffnete das 5. Deggendorfer Chefseminar |
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Bereits zum 5. Mal hat die Akademie für Baumanagement (akabau) an der Fachhochschule Deggendorf zum Chefseminar eingeladen. Prof. Dr.-Ing. Volker Wirth, leitender Direktor der akabau eröffnete am Donnerstagabend die Tagung im Landhotel Hutter in Altholz. Er wies in seiner Begrüßung auf den großen Weiterbildungsbedarf in dem sich laufend verändernden Baumarkt hin. Die Moderation der Abendveranstaltung übernahm Prof. Dr. jur. Klaus Englert, Honorarprofessor für Baurecht an der Fachhochschule Deggendorf. Gemeinsam mit Wirth hatte er vor 4 Jahren die akabau ins Leben gerufen, zur Feier dieses kleinen Geburtstags gratulierte auch Staatssekretär MdL Franz Meyer. In seinem Referat stellte er vor rund 40 Teilnehmern die 3 Eckpunkte der bayerischen Finanzpolitik in den Vordergrund: Durch Sparen, Reformieren und Investieren haben wir Bayern in Deutschland an die Spitze gebracht, erklärte er. Zum ersten Mal konnte in diesem Jahr ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Auch Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder begrüßte die Teilnehmer. Diese Seminare sind ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr die Fachhochschule in die Wirtschaft hineinwächst, freute sie sich. Nach angeregter Diskussion der Vorträge lud Englert die Seminarteilnehmer ein, beim Abendessen mit musikalischer Begleitung neue Menschen kennen zu lernen und alte Bekanntschaften zu erneuern. Der Freitag stand im Zeichen hochaktueller Fragen zum Baumanagement. Dipl.-Ing. Martin Brezger, Geschäftsführender Gesellschafter der Mörk Bau in Leonberg, erläuterte die Vorteile der Balance Scorecard als Führungsinstrument einer zukunftsgerichteten Unternehmensplanung. Dr. Martin Heinisch, Geschäftsführender Gesellschafter der MHI GmbH in Remshalden, stellte die Systematik vor, mit der die Deutsche Bahn AG Vertragspreise bei geänderten/zusätzlichen Leistungen fortschreibt. In seinem 2. Referat entführte er die Teilnehmer nach Indien. Er ging auf die Chancen und Risiken des Indischen Baumarktes ein. Dipl.-Ing. Johannes Demmelhuber, Geschäftsführender Gesellschafter der Baierl & Demmelhuber in Töging, machte den Teilnehmern mit seinem Vortrag Chancen für den Mittelstand Mut. Mit den bayerischen Schlüsselqualifikationen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Qualitätsbewusstsein und sehr guter Handwerkskunst können wir uns im Europäischen Markt erfolgreich behaupten!, führte er aus. Dr. jur. Bastian Fuchs, Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München, stellte die Änderungen der neuen VOB 2006 vor. So kann sich der Auftraggeber nicht mehr auf die fehlende Prüfbarkeit der Schlussrechnung des Unternehmers berufen, wenn er nicht innerhalb von 2 Monaten nach Zugang entsprechende Einwendungen erhoben hat. Prof. Alfred Gerauer, Rechtsanwalt/Mediator aus Pocking, erläuterte die Vorteile von außergerichtlichen Einigungen mittels Mediation. Begleitend zu den Vorträgen organisierte Katrin Wirth das Begleitprogramm. Unter dem Motto Die Drei-Geister-Tour besuchten die begeisterten Damen mit dem Kloster Metten den Schöngeist, mit der mittelalterlichen Burganlage Schloss Egg den Schlossgeist und mit der ältesten Bärwurzdestille Eckert in Deggendorf den Weingeist. Das Ensemble hochbarocker Baukunst mit Bibliothek und Festsaal im Kloster Metten (gegr. 766) ist weltberühmt und einzigartig. Bei der fachkundigen Führung durch einen Benediktinerpater erwacht die "schöngeistige" Kultur der Fresken und Altarbilder zum Leben. In der mittelalterlichen Burganlage Schloß Egg (erstmals um 1103 erwähnt) weilte schon Walther von der Vogelweide. Grafen, Herzöge und Könige waren Gäste "derer von Eckh". Im Konzertsaal, Verlies, Rittersaal und Folterkammer erwartet man hinter der nächsten Ecke den Schloßgeist oder erahnt die Anwesenheit der berüchtigten "Weißen Frau". Nach dem Mittagessen im ehemaligen Burgstall geht es zum Weingeist: Besichtigung und Verkostung in der ältesten Bärwurz-Destille der Welt. Bei der persönlichen Führung durch den Inhaber, Gert Eckert, Urgroßneffe des Gesundheitspfarrers Kneipp, erfahren die Damen bei "weingeistigen Proben" allerlei Wissenswertes und Humoriges über die Wirkungsweise des echten Bärwurz. Prof. Wirth lud abschließend die begeisterten Teilnehmer zum nächsten Chefseminar am 18./19. Oktober 2007 ein.
Eigener Bericht vom 19. Oktober 2006
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