Brainstorming-FH Deggendorf zur Kernstadt Vilshofen |
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Seit Jahren ist die künftige Gestaltung der Kernstadt von Vilshofen ein Diskussionsthema. Wesentliche Aspekte sind die zukünftige Nutzung der Bausubstanz und die damit verbundene Verkehrsführung. Am südlichen Rand der Kernstadt liegen die Gebäude der Wolferstetter Brauerei. In den letzten Jahren wurde Teile der Produktion ins nahe gelegene Gewerbegebiet ausgelagert, so liegt ein Teil der Bausubstanz inzwischen brach. Derzeit wälzen sich über 6000 Fahrzeuge pro Tag über den Stadtplatz und Geschäfte des Einzelhandels klagen über zunehmenden Kundenschwund. Das die Kernstadt umspannende Straßennetz ist in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig überlastet. Konzeptionelle Überlegungen zur zukünftigen Nutzung der Bausubstanz und zur Verbesserung der Verkehrsführung sind also gesucht. Infolge der guten Beziehungen zwischen der Fachhochschule Deggendorf und der Stadt Vilshofen entwickelte sich der Gedanke, die Ressourcen der Hochschule für neue Erkenntnisse und für neues Ideengut zu nutzen. Von Vertretern der Fakultät für Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Deggendorf wurden nunmehr dem Bürgermeister der Stadt Vilshofen, Hans Gschwendner, den Fraktionschefs sowie weiteren Mitgliedern des Stadtrates und der Stadtverwaltung die ersten Arbeiten vorgestellt. Weitere Gäste bei dieser Präsentation waren drei Professoren und drei Studierende der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Fachhochschule Würzburg. Die Diplomarbeit von den Deggendorfer Studierenden Tobias Weininger und Alois Zellner, die unter der Betreuung von Professor Dr.-Ing. Bernhard Bösl entstand, beschäftigt sich mit dem Vilshofener Straßennetz, das die Kernstadt umschließt. Wichtig für eine Entlastung des Kernstadtbereiches ist ein Verkehrsnetz im Umfeld, das ausreichend leistungsfähig ist. Untersucht wurden die Knotenpunktbereiche Obere Vorstadt / Kapuzinerstraße, Jahnallee / Bundesstraße B8 / Kapuzinerstraße und Aidenbacherstraße / Ortenburger Straße. Verschiedene Planungsvarianten wurden gezeigt, mit denen die Verkehrssituation verbessert werden könnte. In der Diskussion zu diesem Thema wurde deutlich, dass für das Verkehrsnetz um Vilshofen die in Planung befindliche Südostumgehung außerordentlich bedeutsam ist. Die zweite Diplomarbeit wurde unter der Leitung von Prof. Kurt Häberl von den Studierenden Regina Schießl und Alexander Schmuderer erstellt. Dabei wurde eine Bauzustandsanalyse der Wolferstetter Brauerei durchgeführt, die die Möglichkeiten für eine zukünftige Nutzung unter Berücksichtigung der Bausubstanz aufzeigt. Für besonders kritische Bereiche wurden objektbezogene Sanierungsvorschläge vorgestellt. Positiv überraschte, dass die Bausubstanz besser ist, als allgemein erwartet wurde. Nach intensiver Diskussion im Großen Sitzungssaal des Rathauses von Vilshofen wurde die Veranstaltung im Biergarten der Wolferstetter Brauerei fortgesetzt. Bei Gesprächen zwischen Vertretern der Politik, der Forschung und dem sonstigen Leben fand die Veranstaltung ihren Ausklang.
Eigener Bericht vom 11. August 2006
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