Finanzminister: FH ist die Beste |
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Foto: Roland Binder |
Kurt Faltlhauser gibt Erweiterungsbau gute Chancen: "Potential braucht politische Akzente"
Von Ariane P. Freier So viel Lob war Balsam und Ansporn zugleich für Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl und dessen Führungsstab. Aber natürlich auch für alle Sympathisanten der FH. War der Minister doch einer Einladung seines "jungen Freundes" MdL Bernd Sibler gefolgt, der den Ausbau forciert. Zudem hätten ihn "OB Anna Eder gelockt", die Faltlhauser "sehr schätzt" und sein "alter Freund Dieter Görlitz". Der Minister lobte die Entscheidung, die FH in Deggendorf anzusiedeln, als "sehr klug". Der Standortvorteil liege auf der Hand: nahe am Flughafen und an der Schnittstelle zwischen Passau und Regensburg. "Die FH", so Faltlhauser, "ist eine spannende Einrichtung mit einem außergewöhnlich guten Arbeitspotential in einer spannenden Stadt". Auf eine finanzielle Zusage für den avisierten Erweiterungsbau wollte sich Faltlhauser nicht einlassen, falle dies doch in die fachliche Zuständigkeit seines Ministerkollegen. "Wissenschaftsminister Goppel muss die Prioritäten setzen." Dennoch blieb seine Sympathie für die FH unverhüllt. "Dieses ungeheure Potential, das auch nach Osten ausstrahlt, braucht politische Akzente." Deggendorf habe mit Sicherheit die Chance, ausgebaut zu werden. Dazu Anna Eder: "Das wäre auch wichtig, damit der Grenzraum nicht ausblutet." FH-Präsident Höpfl hatte eingangs um Faltlhausers Unterstützung gebeten, damit "die erfolgreichen Unternehmensgründungen aus der Hochschule heraus stärker wachsen können und neue Kompetenzzentren für in ganz Bayern wichtige Zukunftstechnologien entstehen." Er verwies auf die fruchtbare und zunehmende anwendungsorientierte Zusammenarbeit mit der Industrie. Eindrucksvolle Beispiele lieferten die Professoren Dr. Georg Herde, Dr. Rolf Rascher und Dr. Andreas Grzemba. Herde erläuterte die digitale Datenanalyse für mehr Steuergerechtigkeit und lud Faltlhauser als politischen Sprecher zum 2. Deggendorfer Forum zu diesem Thema ein. Vor allem die Möglichkeiten im Bereich Karussellgeschäfte bei Umsatzsteuer interessierten den Minister Rascher informierte über Innovatives in der Optoelektronik und Grzemba präsentierte neueste Digitaltechnik für die Kommunikation in Autos. Vor dem Bauhofgelände, das sich für die Erweiterung anbieten würde, zeigt OB Anna Eder Finanzminister Faltlhauser (Mitte) im Beisein von (v.l.) Kanzler Peter Endres, Präsident Reinhard Höpfl, Landrat Christian Bernreiter und MdL Bernd Sibler eine schematische Zeichnung. Sie ist im Zuge der Bewerbung um die Landesgartenschau erstellt worden und zeigt, wie ein FH-Erweiterungsbau unter dem Motto "Technologie und Umwelt" bis an den Damm heranreichen würde.
Deggendorfer Zeitung vom 24.06.06
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