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Hochschulpresse: Presseartikel 2006

Hochschulen brauchen Nachhilfe

Brüssel stellt bis 2013 54 Milliarden Euro zur Verfügung

Deggendorf. (bb). 54 Milliarden Euro Fördergelder stellt die Europäische Union im siebten Forschungsrahmenprogramm in den Jahren 2007 bis 2013 bereit. Dies teilte das Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Angelika Niebler gestern an der Fachhochschule Deggendorf mit. In den letzten Jahren sei kein Euro Hochschulförderung aus Brüssel nach Niederbayern geflossen, so Dr. Niebler.

Gemeinsam mit ihrem Parlamentskollegen Manfred Weber aus Kelheim erklärte Dr. Niebler den Vertretern der drei niederbayerischen Hochschulen, FH Deggendorf, FH Landshut und Universität Passau, dass das Europaparlament Wert darauf gelegt habe, die umfangreiche Bürokratie bei der Hochschulförderung abzubauen. Bisher seien bis 30 Berichte über die Verwendung der Fördergelder verpflichtend gewesen, künftig werden nur mehr drei Berichte gefordert.

Neben Mitteln des Freistaats und des Bundes sollten verstärkt auch EU-Mittel bei der Förderung von Forschungsprojekten in Angriff genommen werden, forderte Dr. Niebler auf. Andere EU-Mitgliedsländer würden dies auch machen. Insgesamt setze das siebte Forschungsrahmenprogramm sieben thematische Prioritäten. Das neue Programm enthalte mit dem Europäischen Forschungsrat, einem rein wissenschaftlichen Gremium, auch ein neues Instrument. Als Erfolg werteten Niebler und Weber ihren Einsatz, den Garantiefonds für Forschungsprojekte zu senken. So könnten auch mittelständische Unternehmer als Partner gewonnen werden.

Trotz allem Bürokratie-Abbau scheint es Probleme bei der Antragsstellung zu geben, wenn die Hochschulen Gelder aus Brüssel anzapfen wollen. Der Verband der Hochschulen in Bayern werde demnächst eine Forschungs-Allianz gründen, die ihren Sitz in München und in Brüssel hat. Deren Aufgabe sei es, für die Hochschulen in Bayern Kontakte und Netzwerke zu knüpfen, um Fördergelder aus Brüssel in den Freistaat fließen zu lassen, teilte FH-Präsident Höpfl mit. Die Fachhochschule Deggendorf sei mit ihren knapp 3000 Studierenden bereits sehr international aufgestellt, so Präsident Höpfl. Rund zehn Prozent der Studenten, so Dr. Elise von Randow, die Leiterin des Akademischen Auslandsamts, absolvierten ein Semester im Ausland.

 

Deggendorfer Zeitung vom 18. November 2006

 

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