Caramba! Ab an die KinderUni |
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Professor Dr. Johann Plank erklärt 50 Buben und Mädchen Symmetrie Deggendorf(mic;Photo: Binder). Auch zur zweiten Vorlesung an der Kinder-Uni gestern im Josef-Rädlinger-Hörsaal der Fachhochschule waren wieder viele neugierige Buben und Mädchen gekommen. Rund 50 fragten Professor Dr. Johann Plankl Löcher in den Bauch. Um seine kleine Studenten ins Zauberreich der Symmetrie zu entführen, brauchte er keinen Zauberhut - Plankl setzte stattdessen einen Sombrero auf, denn der ist schließlich rotationssymmetrisch. Maus-Erfinder Armin Maiwald hatte im Juni den Anfang mit den Vorlesungen an der Kinder-Uni gemacht und mit 200 kleinen Besuchern die Messlatte gleich ziemlich hoch gelegt. Ganz so viele Kinder waren bei dem heißen Wetter gestern nicht gekommen. Doch wer beim Baden war, hat etwas versäumt. Professor Plankl ist ein ziemlich talentierter Kinder-Professor. Das fand auch die Gruppe aus Wallersdorf, die mit ihren Lehrern nach Deggendorf gefahren war. FH-Präsident Prof. Reinhard Höpfl begrüßte die Kinder: „Wir studieren alle ein Leben lang. Wir müssen dauernd lernen, egal wo wir sind oder wie alt wir sind.“ Und weil er damit Recht hat, überließ er auch gleich dem Physiker Plankl das Feld. Erste Frage: Warum ist ein Blatt symmetrisch? Sofort schnellen die Finger hoch: „Weil man es in der Mitte falten kann.“ Ein Schmetterling? „Weil man ihn falten kann.“ Soll man aber nicht, sonst ist er möglicherweise platt. Auch Schneeflocken sind symmetrisch - achsen- und rotationssymmetrisch. Symmetrie, so der Professor, ist ein Prinzip, das dem Menschen dabei hilft, Ordnung, Schönheit und Vollkommenheit zu schaffen. Denn das Gehirn sei ständig auf der Suche nach Mustern. Interessant waren auch die Ausflüge zur Links-Rechts-Lesesymmetrie. Anna oder Otto, aber auch „Nur du Gudrun“ ergeben rückwärts und vorwärts gelesen immer dasselbe.
Deggendorfer Zeitung vom 14.07.06
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