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Hochschulpresse: Presseartikel 2006

Eigenlob auf Nummernschildern und Knäckebrot


Zu trocken? Nein, das Plakatprojekt ist gelungen, finden (v. oben l.) Prof. Ernst Jürgens, Prof. Dr. Reinhard Höpfl, Prof. Günter Reinhardt und Peter Kaiser.
Photos: Binder


Pfiffige Plakate: Medientechniker bewerben ihre FH - Ergebnisse der Projektarbeit in der Mensa ausgestellt

Deggendorf (kw). Eine Scheibe Knäckebrot liegt auf einem schlichten Teller. Ein Eck bröselt ab. „Zu trocken?“ steht darüber und darunter: „Bock auf ein fettes Studium?“ Ebenso pfiffig: Nummernschilder, auf dem FH-Parkplatz fotografiert und zu einer Fläche zusammengeschnitten. Die Buchstaben „ERFOLG“ und „KARRIERE“ sind gelb hervorgehoben. Oder: Die Studentenausweise von Leonardo da Vinci und Rupert Murdoch.

„Sich selbst zu loben, ist schwierig“, sagt Prof. Günter Reinhardt aus dem Fachbereich Medientechnik. „Und schon gar nicht passt Eigenlob zu Günter Reinhardt“, erklärt sein Kollege Prof. Ernst Jürgens die Ironie des Projekts, dessen sich Reinhardt und seine Studenten aus der Vorlesung „Grundlagen des Designs“ angenommen haben. Für die FH eine Image-Kampagne zu gestalten - das war das erklärte Ziel. Dabei herausgekommen sind die originellen Plakate, die ab sofort im ersten Stock der Mensa für alle Interessierten ausgestellt sind. Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl zeigte sich erfreut, dass zwei Jahre nach dem zehnten Geburtstag der FH wieder eine Ausstellung in diesen Räumen stattfindet. Die Plakate sollen in wenigen Wochen durchgetauscht werden, damit alle guten Ergebnisse des Projekts gezeigt werden können. „Ich kann mir auch vorstellen“, so Pressesprecher Peter Kaiser, „dass das eine oder andere davon in unsere Werbung einfließt“. Wegen ihrer Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz haben Plakate schon seit jeher einen besonderen Charme, so Ernst Jürgens. „Sie erlauben jedem Einzelnen von uns, sich in eine Beziehung zur Gesellschaft zu setzen.“ Werben sei nicht einfach, schon gar nicht, wenn man für sich selbst werben, sich anbiedern müsse. Witzig und augenfällig seien die Plakate, die für die „Qualität und Exzellenz der Deggendorfer FH sprechen“. Engagement sei zudem eine Tugend, die man an der Hochschule anstrebe, so Jürgens. Günter Reinhardt erklärte jedoch, was er sich zunächst gefragt hatte: „Ist die Begeisterung der Studierenden so groß, dass sie es auf die Reihe kriegen, das auszudrücken?“ Ist sie: „Sie haben diese Aufgabe bestens bewältigt, das soll diese kleine Ausstellung belegen.“

 

Deggendorfer Zeitung vom 08. November 2006

 

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