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Hochschulpresse: Presseartikel 2006

Internationale Atmosphäre in Deggendorf

Über 500 Besucher kamen auf den Campus der FH Deggendorf

Die Studentengruppe aus Irland hatte sichtlich Spaß beim Empfang in Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses.

Aus allen Ländern der Welt kommen junge Menschen, um an der FH zu studieren - Gestern Begrüßung

Deggendorf. (cor) Internationales Deggendorf: Am gestrigen Mittwoch begrüßte Oberbürgermeisterin Anna Eder im Neuen Rathaus junge Gäste aus insgesamt fünfzehn verschiedenen Ländern, die ab kommendem Semester an der Fachhochschule studieren werden.

Ganze 85 Gaststudenten darf die Hochschule zum diesjährigen Semesterbeginn aufnehmen. “Und von Jahr zu Jahr werden es mehr", freute sich Eder. Mexiko, Irland, Ungarn, Korea, Libanon - aus aller Herren Ländern kommen die jungen Menschen nach Deggendorf, um hier zu studieren. Sie wollen neue Kulturen kennen lernen und Lebenserfahrung sammeln. Und natürlich ihr Deutsch verbessern. Jaime Hernandez, 21, aus Mexiko ist vor einer Woche hier angekommen und wird für fünf Monate bleiben. Warum er sich für Deggendorf entschieden hat? “Ich wollte so weit wie möglich von zu Hause weg. Außerdem war ich noch nie zuvor in Europa", erzählt der junge Mexikaner dem Donau-Anzeiger. Daher will er auch viel rumreisen, sich Italien, Griechenland und weitere Länder anschauen.

Studenten helfen Studenten

“Die Studenten haben zurzeit täglich einen Deutsch-Kurs an der FH. Manche machen sich schon ganz gut, andere dagegen sprechen bisher kaum ein Wort", erklärt Christina Kunz aus Dingolfing. Die 24-Jährige studiert im siebten Semester International Management in Deggendorf und engagiert sich bei der Studentengruppe AKI. Die 25 Mitglieder betreuen Gaststudenten bei ihrer Ankunft und organisieren auch die Orientierungswoche, die momentan läuft. “Außerdem helfen wir bei Formalitäten wie etwa der Wohnungssuche, der Einschreibung, Versicherungen oder einem Handyvertrag", schildert Kunz ihre Aufgaben.
OB Eder umriss beim Empfang kurz die Eigenheiten Deggendorfs, das vielfältige Freizeitangebot und betonte den hohen Bildungsstandard der heimischen FH. Dabei kam es zu einigen Lachern. Denn Maria Gretzinger von AKI diente als Dolmetscherin, übersetzte die Worte des Stadtoberhaupts. Doch wie sagt man nun “Unsere Stadt ist mittelständisch geprägt" auf Englisch?

Ausflug zum Oktoberfest

Im Anschluss stellten sich die Studenten untereinander vor. Die 20-jährige Kate Fitz Patrick kommt aus Irland. In Deggendorf will sie ein Semester International Management belegen, zu Hause studiert die junge Frau Deutsch. Auch sie will was von Europa sehen: “Meine Eltern kommen nächste Woche her. Da werden wir uns ein Auto mieten und rumfahren. Unbedingt will ich das Oktoberfest besuchen", meint sie begeistert. Wohnen wird sie während ihrer Zeit in Deutschland bei einer Gastfamilie. Die Ungarin Helga Nemeth hat vor, ihr gesamtes Studium zu absolvieren und sogar die Diplomarbeit hier zu schreiben. Zu Hause besuchte sie ein bilinguales Gymnasium, weshalb sie schon richtig gut Deutsch sprechen kann. “Mir gefällt es hier. Vor allem die Fußgängerzone und die bayerischen Gebäude sind sehr schön", erzählt die Ungarin. Danach trugen sich alle ins Gästebuch der Stadt ein. Nach einem gemeinsamen bayerischen Abend im Grafenwirt geht es morgen in den Bayerischen Wald nach Zwiesel, wo die internationalen Gäste die Glasfabrik und eine Brauerei besuchen werden. Und nächste Woche ist auch schon Vorlesungsbeginn.

 

Donau Anzeiger vom 28. September 2006

 

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