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Finanzminister Kurt Faltlhauser
war gestern zu Gast an der Fachhochschule:
Chance hier etwas Großartiges zu schaffen - FH-Präsident Höpfl
und OB Eder optimitisch
Deggendorf. Finanzminister Kurt
Faltlhauser verteilte bei seinem Besuch gestern in Deggendorf zwar viele
Komplimente, die konkrete Zusage für eine Erweiterung der FH blieb
jedoch aus. Dennoch sind FH-Präsident Dr. Reinhard Höpfl und
Oberbürgermeisterin Anna Eder davon überzeugt, dem Ziel einer
Spiegelung der FH auf das benachbarte Bauhof-Gelände (wir berichteten)
ein großes Stück näher gekommen zu sein.
Abgeordneter Bernd Sibler
hat mich eingeladen, und Oberbürgermeisterin Anna Eder hat mich gelockt,
scherzte Bayerns oberster Geldgeber, nachdem er gutgelaunt und unter Polizeischutz
aus seinem schweren Dienstwagen gestiegen war. Die Oberen aus Stadt und
Landkreis sowie FH-Präsident Reinhard Höpfl mit einer stattlichen
Professoren-Riege hatten dem Finanzminister einen großen Bahnhof
vor dem FH-Gebäude bereitet. Hocherfreut war der Minister über
ein Bild aus gemeinsamen Landtags-Zeiten, das ihm Alt-Oberbürgermeister
(und Ex-MdL) Dieter Görlitz überreichte. Dann ging es schnell
in medias res: Professor Dr. Höpfl wies den Minister auf die überaus
positive Entwicklung der Hochschule in Lehre, Forschung, Weiterbildung
sowie der Gründung von technologieorientierten Unternehmen hin. Höpfl
zeigte dem Finanzminister auf, dass die 100 Millionen Euro, die er alles
in allem in die junge FH steckte, nicht in den Sand gebaut worden sind:
In den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Run auf die FH entwickelt,
und die Studentenzahlen - sie liegen zur Zeit bei etwa 2700 - steigen
stetig. Stadt, Landkreis und Region profitieren immens von der Kooperation
mit ihrer Fachhochschule. Höpfl: Hochschulen kosten Geld, viel
Geld. Aber wir bringen auch Geld, internationale Hochtechnologie und Arbeitsplätze
in die Stadt und Region und Bayern. Man könne hier aber noch viel
mehr bewirken, so Reinhard Höpfl in seinen eindringlichen Worten
an den Finanzminister. Nur müsse dazu auch der nötige Raum geschaffen
werden.
Perfekte Clusterbildung
Eine konkrete Zusage für
eine Erweiterung war vom Finanzminister nicht zu bekommen - dennoch scheint
er in seiner positiven Meinung von Deggendorf und seiner Fachhochschule
noch bestärkt worden zu sein. Er sparte nicht mit Lob: Die vielzitierte
Clusterbildung gelinge hier durch das Zusammenwirken von Wirtschaft und
Forschung besser als anderswo. Es sei ein zukunftsweisender Weg, den man
hier eingeschlagen hat. Die Entscheidung, die Fachhochschule nach Deggendorf
zu stellen, sei seinerzeit genau die richtige gewesen, so Dr. Kurt Faltlhauser
unter dem spontanen Applaus der Politiker und Professoren. Der Finanzminister,
mit einem Augenzwinkern an Oberbürgermeisterin Eder und Präsident
Höpfl: Ich finde diese Stadt sehr spannend - genauso wie diese
Fachhochschule. Man habe durchaus die Chance, hier etwas Großartiges
zu schaffen. Wenngleich es gestern keine konkrete Zusage gab, so sind
sich Insider doch sicher, dass sich in Sachen FH-Erweiterung bald etwas
tut. Ein alter Polit-Fuchs und Duz-Freund des Finanzministers meinte gestern
gegenüber dem Donau-Anzeiger: Ich bin optimistisch - lassen Sie
sich überraschen! Peter Kallus
"Donau Anzeiger",
27. Juni 2006
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