Infos über künftige Förderungen der EU |
|
|
Europa-Abgeordnete Dr. Angelika Niebler und Manfred Weber zu Gast an der FachhochschuleDeggendorf. (oh) Die bayerischen Abgeordneten im Europäischen Parlament in Brüssel, Dr. Angelika Niebler und Manfred Weber, haben gestern bei einem Besuch an der Deggendorfer Fachhochschule das neue Forschungsrahmenprogramm der EU vorgestellt. Ein großes Lob wurde FH-Präsident Professor Dr. Reinhard Höpfl gleich beim Eintreffen des hohen Besuchs aus Brüssel los: "Die EU hat uns Fachhochschulen immer gleichwertig mit Universitäten behandelt und schon viele Projekte in Deggendorf gefördert." Etwa 100 der im Moment insgesamt 2000 Studenten an der FH gehen jährlich für ein Semester ins Ausland, mit zahlreichen Hochschulen in Europa und der ganzen Welt gebe es Kooperationsbündnisse. "Die FH ist schon fast zu klein, aber vielleicht können wir ja im kommenden Jahr schon bauen", zeigte sich Höpfl optimistisch. Gesamtetat: 54 Millionen Euro Im Anschluss stellten Dr. Angelika Niebler und Manfred Weber die mittlerweile siebte Auflage des EU-Forschungsrahmenprogramms vor, das von 2007 bis 2013 gelten werde. An der Diskussion nahmen unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Barthl Kalb, Oberbürgermeisterin Anna Eder sowie Vertreter der Fachhochschule Landshut und der Universität Passau teil. Europäischer Forschungsrat Insgesamt betrage der Etat des Forschungsrahmenprogramms 54 Millionen Euro, erläuterte Dr. Niebler. Neu eingerichtet wird ein europäischer Forschungsrat, der von Wissenschaftlern geleitet werde. Diese entscheiden dann auch, welche Projekte in welchem Umfang gefördert werden. "Wir hoffen, dass sich auch viele Hochschulen in Bayern wieder an diesem Programm beteiligen werden", sagte die oberbayerische Europa-Abgeordnete. Die Europäische Union werde sich auch bemühen, den Bürokratie-Aufwand bei der Antragstellung und der Umsetzung, der von den anwesenden Professoren in seiner jetzigen Form stark kritisiert wurde, zu minimieren, versprach Dr. Niebler. "Wir hoffen, dass uns das auch einigermaßen gelingen wird." Die Professoren und Studenten sollten, wenn sie nach Fördermitteln Ausschau halten, stets auch die "europäische Alternative" im Auge behalten, sagte die Abgeordnete. Sie rief auch eindringlich dazu auf, Probleme, die bei der praktischen Umsetzung auftreten, sofort weiter zu geben. "Wir brauchen diese Rückmeldung, damit wir bei der Kommission Druck machen können", erläuterte Dr. Niebler. FH-Präsident Professor Dr. Reinhard Höpfl kündigte an, dass eine bayerische Forschungsallianz ins Leben gerufen werde. Deren Mitglieder werden den Hochschulen im Freistaat bei der Antragstellung und der Nutzung von Fördergeldern behilflich sein.
Donau Anzeiger vom 18. November 2006
|


zum Seitenanfang