Was ist die beste Werbung für die FH? |
|
|
Medientechniker kreierten ganze Reihe pfiffiger Plakate - Ausstellung "Eigenlob"Deggendorf. (tj) Bock auf ein Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft oder: "Stinkt Eigenlob?" Das (Werbe-)Plakat als angenommene Imagekampagne für die FH Deggenndorf ist gegenwärtig der Gegenstand einer Ausstellung in der Mensa der FH, die am gestrigen Dienstag eröffnet wurde. 60 Studenten der Medientechnik um Professor Günter Reinhardt haben in einer Projektarbeit eine ganze Reihe sehr pfiffiger und durchdachter Designstudien in Plakatform kreiert, die in der kommenden Zeit zu sehen sind. In den Grußworten klang immer wieder das Spannungsverhältnis des Plakats an, das zwischen Kunst und Kommerz angesiedelt ist. Durch die Aussagen soll die Lust auf ein Studium an der FH geschürt werden. Leondardo da Vinci, Rupert Murdoch oder Thomas A. Edison als Studenten der FH eine Idee mit Witz und Esprit und ein Lob auf das Ansehen derselben FH. Oder ist es gar ein eigenlob? Unter diesem Namen eigenlob sind derzeit 13 Plakate zu sehen, deren Erschaffer sich in unterschiedlicher Art und Weise mit einer Werbung für die FH auseinander gesetzt haben. Eine andere Reihe widmet sich per Autokennzeichen dem erfolgreichen Studium an der FH und ein weiteres Plakat stellt die provokante Frage Macht Fernsehen wirklich dumm? - dies in Hinblick auf die multimedial vernetzten Studieninhalte der FH, die teilweise auch im Fernsehen zu sehen sind. Die Plakate leisten, was ursächlich der Sinn eines Plakats nicht erst seit Erfindung der Litfasssäule ist, nämlich die Werbung für eine Sache, die nicht gänzlich frei ist von einer suggestiven Wirkung. Und sie zeigen, dass die Macher, Studenten des Studiengangs Medientechnik, ihre Aufgaben hervorragend und erfolgreich gelöst haben. Die Plakatreihe ist das Ergebnis einer Projektarbeit, die einer Vorlesung über die Grundlagen von Design folgte. Deren Projektleiter Professor Günter Reinhardt kommentierte die Entstehung durch ein Gespräch mit dem Pressesprecher Peter Kaiser, das mit den nicht seltenen Worten könntest Du nicht mal...? begonnen habe. Kunst und Kommerz In der Folge sei ein Werk ausgebrütet worden, das in der Ambivalenz zwischen Kunst und Kommerz sowie dem schwierigen Umgang mit Eigenlob steht. Und die Studenten hätten das Dilemma gut gelöst. Die Plakatwirkung, so meinte er weiter, ergebe sich aus der Trias von Kreativität, von Gestaltung und Technik. Das Medium Plakat, so Professor
Ernst Jürgens in seinem Grußwort, sei als Kunstprodukt höchst
umstritten und von Künstlern oft gemieden wie das Weihwasser vom
Teufel. Auch die Nähe zum Kommerz sei umstritten. Allerdings sei
dereinst eine Werbung über das Glaubersalz immerhin durch den Literaturkritiker
Walter Benjamin geadelt worden. So sei das Plakat auch vom schmuddeligen
Zettel am Zaun über die Litfasssäule hin zu Ausstellungen wie
der gegenwärtigen gelangt. Es habe eine letzte Ausstellung in der Mensa bereits vor zwei Jahren statt gefunden, so der FH-Präsident Professor Dr. Reinhard Höpfl. Diese Ausstellung war die Wiedergabe einer Photoreihe über die Entstehung der FH vom Schrebergarten über die Grundsteinlegung bis hin zum Richtfest und zur Einweihung. Sehr erfreut zeigte er sich über diese gegenwärtige und neue Ausstellung. Donau Anzeiger vom 08. November 2006
|


zum Seitenanfang