Hier sind Sie:

Hilfsnavigation


Hochschulpresse: Pressearchiv 2005

Jubel an der FH: Fußballer um Trainer Peter Kaiser deutscher Hochschulmeister



Gestern Morgen aus Remagen zurückgekehrt - Auch Oberbürgermeisterin feierte mit

Deggendorf. Riesenjubel herrschte gestern an der Fachhochschule: Galt es doch, die FH-Fußballer um Trainer Peter Kaiser zu feiern, die am Mittwochabend in Remagen sensationell den ersten Platz bei der deutschen Hochschulmeisterschaft im Fußball geholt hatten.
Gestern gegen 4 Uhr morgens kehrten die "Helden von Deggendorf" nach siebenstündiger Fahrt an die FH zurück, und nur wenige machten eine kurze Schlaf-Pause, bevor es ans Feiern ging. Im Innenhof der FH ging es rund, als die Fußballer gemeinsam mit Studenten und Professoren ihren grandiosen Sieg bejubelten ­ und mit reichlich Weißbier begossen. An der Fassade der Mensa prangte zwischen der deutschen Flagge und der Fachhochschule-Fahne die "Meisterschüssel".

Weißbier für Anna Eder

Oberbürgermeisterin Anna Eder ließ es sich nicht nehmen, den Kickern zu ihrem unerwarteten Erfolg höchstpersönlich zu gratulieren, sodass sie sich kurzerhand zum Campus fahren ließ. Sogar eins der (bereits etwas verschwitzten) Fußballertrikots zog die Rathauschefin über, und auch einen kräftigen Schluck aus dem überdimensionalen Weißbierglas ließ sich die Oberbürgermeisterin schmecken. Als das Stadtoberhaupt schließlich doch zum nächsten Termin eilen musste, sangen die feierfreudigen Fußballer lautstark: "Anne bleib do, du woaßt ja ned, wias Weda wird..."

Tore am laufenden Band

Am Montag, dem ersten Tag des großen Wettkampfs, hatte es noch gar nicht so gut für die Deggendorfer ausgesehen, erreichte man doch im ersten Spiel gegen die Gastgeber "nur" ein Unentschieden. Manche Spieler der gegnerischen Mannschaften lästerten in Anspielung auf den Herkunftsort der Kaiser-Truppe: "Wo Dorf draufsteht, steckt auch ein Dorf drin." Da fühlten sich die jungen Fußballer bei ihrer Ehre gepackt, und von nun an ging es aufwärts. In insgesamt sechs Spielen kassierten die Studenten nur ein Gegentor, während sie selber 17-mal "einlochten".
Den höchsten Sieg feierten die Fußballer gegen die Mannschaft aus Saarbrücken. Doch die Saarländer erwiesen sich laut Trainer und Pressesprecher Peter Kaiser als schlechte Verlierer: Sie stibitzten nicht nur Trikots der Niederbayern, sie schlugen auch zu nächtlicher Stunde mit Stangen gegen die Fenster der Deggendorfer Fußballer und wollten auf diese Weise offenbar dafür sorgen, dass die Bayern am nächsten Tag unausgeschlafen weiterspielen mussten. Anwohner fühlten sich gestört, sodass sogar die Polizei auf den Plan trat.

Den Spieß umgedreht

Doch allen Schikanen zum Trotz kämpften die Mannen von der Donau auch im Endspiel gegen Gastgeber Remagen "wie die Löwen", wie es Betreuer Kaiser formulierte. Nach einem 0:1-Rückstand drehte das mit Bayernliga- und Landesligaspielern gespickte Team den Spieß um und gewann zu guter Letzt mit 2:1.
Der sichtlich stolze Peter Kaiser, der sich von seiner "Weißbierdusche" vom Vortag schon wieder recht gut erholt hatte, meinte gestern Nachmittag auf dem FH-Campus gegenüber dem Donau-Anzeiger: "Unsere Jungs haben sehr diszipliniert gespielt. Von der ersten bis zur letzten Minute waren sie hoch motiviert." Durch ihr sympathisches Auftreten und ihren attraktiven Fußball seien die Deggendorfer nicht nur verdienter sportlicher Sieger geworden, sondern auch als "Könige der Herzen" vom Platz gegangen.

Als Sieger des Wettbewerbs in Remagen ist die FH Deggendorf nun berechtigt, im kommenden Jahr die deutschen Hochschulmeisterschaften im Fußball auszurichten ­ verschiedene Seiten haben bereits ihre Unterstützung zugesichert, unter anderem Oberbürgermeisterin Anna Eder. Den Fußballern versprach das Stadtoberhaupt ein "tolles Fest", für das sie gemeinsam mit Landrat Christian Bernreiter sorgen werde.

 

Straubinger Tagblatt vom 10. Juni 2005

 

zurück zur Übersicht


English, Barrierefreiheit, Jobs, News, Kontakt, Privacy, Impressum


Ansicht:

  • Druck
  • Kontrast
  • Layout-frei