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Hochschulpresse: Pressearchiv 2005

6. Deggendorfer Bausymposium an der Fachhochschule Deggendorf

Prof. Dr. Klaus D. Kapellmann

"Baurechts-Papst" Prof. Dr. Klaus D. Kapellmann

Freitag, 11. März 2005: Dieses Datum sollten sich alle Bauunternehmer, öffentliche und private Bau-Auftraggeber, Baujuristen sowie Bau- und Jura-Studenten im Kalender vormerken und sich entsprechend rechtzeitig für die Veranstaltung anmelden. An diesem Tag lädt der Fachbereich Bauingenieurwesen der Fachhochschule Deggendorf inzwischen zum sechsten Mal zu seinem Deggendorfer Bausymposium in den Josef-Rädlinger-Hörsaal ein.

"Neues aus Bautechnik, Baurecht und Baumanagement" verspricht das Programm mit hochkarätigen Referenten aus den jeweiligen Fachbereichen. Allen voran "Baurechts-Papst" Prof. Dr. Klaus D. Kapellmann von der Rheinisch-Westfälischen Universität Aachen, dessen Veröffentlichungen in keiner (Gerichts)Bibliothek fehlen und dessen Vorträge in Deutschland und darüber hinaus zu den Höhepunkten aller Tagungen und Veranstaltungen zählen. Das Deggendorfer Bausymposium hebt sich aus der Vielzahl gleichartiger Symposien in Deutschland vor allem durch den konsequenten interdisziplinären Gedanken hervor. "Bauen ist eine Materie, die man nur sinnvoll betreiben und bewältigen kann, wenn man alle beteiligten Bereiche von der Technik über das Baurecht bis zur Baubetriebswirtschaft an einen Tisch holt", erklären die Organisatoren, Prof. Dr.- Ing. Volker Wirth und Prof. Dr. jur. Klaus Englert vom Fachbereich Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Deggendorf. Seit dem ersten Deggendorfer Bausymposium im Jahre 2000 entwickeln sich die Teilnehmerzahlen stetig nach oben: Im vergangenen Jahr waren bereits über 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist. Mit im Team der Organisatoren sind auch der Verein Deggendorfer Bauingenieure (VDBau) e.V. U und die AKABAU Akademie für Baumanagement.

Die Vorträge spannen auch heuer wieder einen weiten Bogen über Bautechnik, Baurecht und Baubetriebswirtschaft. Acht überregional bekannte Fachreferenten bestreiten dabei das Programm. Dieses beginnt mit der Eröffnung durch den Präsidenten der FH Deggendorf, Prof. Dr. Reinhard Höpfl und der traditionellen Vorstellung einer ausgezeichneten Diplomarbeit eines ehemaligen Studenten der Fachhochschule. Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Dorner referiert dabei über die von ihm untersuchten Möglichkeiten des Flussgebietsmanagements und des Hochwasserschutzes auf nationaler und internationaler Ebene. Den ersten Rechtsvortrag hält dann der Leiter des Münchener Büros der bundesweit tätigen Baurechtskanzlei Kapellmann, Dr. Jochen Markus. Er stellt dabei die aktuelle Rechtsprechung der Gerichte in Bausachen und die dadurch für die Bauwirtschaft gegebenen Chancen und Risiken vor. Ihm folgt der Lehrbeauftragte für Umwelttechnik an der FH Deggendorf, Dipl.-Chem. Hans Mesch, der die Frage beantwortet: "Bauingenieur trifft Altlasten - eine dauerhafte Beziehung?". Die provokante Thematik erhält auch dadurch Gewicht, dass der Referent als Vorsitzender des Bayer. Entsorgerverbandes und Geschäftsführer der BAUER-Umweltgruppe zu den führenden Repräsentanten auf diesem Gebiet zählt.

Vor der Mittagspause gibt dann Deutschlands führender Bauanwalt Prof. Dr. jur. Klaus D. Kapellmann einen Einblick in "Partnering und Construction Management - Moderne erfolgreiche Vertragsformen ?" Der Vordenker des deutschen Baurechts, dem u.a. die Unterscheidung in Bau-SOLL und Bau-IST sowie die wesentlichen Erkenntnisse zu Pauschalverträgen zu verdanken sind, zeigt mit seinem Vortrag Möglichkeiten neuartiger Vertragsformen auf, die sowohl der Auftraggeber - wie der Auftragnehmerseite gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Hilfestellung geben können. Ihm folgt mit dem von beeindruckenden Bildern untermalten Vortrag von Dipl.- Ing. Armin Schaupp vom Wasserwirtschaftsamt Kempten ein weiterer Paukenschlag der Veranstaltung: Der Referent stellt die Strategie und Realisierung des Hochwasserschutzprojekts Obere Iller vor. Ein Thema, das gerade im bayerischen Donauraum von ebenso höchster Aktualität ist. "Modellbildung im Spezialtiefbau - herausfordernde Interaktionen zwischen Forschung und Praxis", so lautet der Titel des zweiten Nachmittagsvortrags von Prof. Dr.-Ing. Conrad Boley, dem neuen Chef des Instituts für Bodenmechanik und Grundbau an der Universität BW München. Da der Baugrund das wichtigste "Baumedium" darstellt, dürften auch diese Ausführungen größte Aufmerksamkeit herbeiführen. Gleiches gilt für den Lehrbeauftragten für Facility Management an der FH Deggendorf, Dipl.-Ing. Willibald Springer von der Energy Immobilien GmbH. Er erläutert das Brachflächenrecycling als Chance beim Umgang mit aufgelassenen Industriestandorten am Beispiel von Schwandorf. Den letzten Vortrag des Tages hält die einzige Frau im Referententeam: Mit der Lehrbeauftragten Angela Oblinger-Grauvogl von der FH Augsburg konnten die Veranstalter einmal mehr die Verbundenheit zu anderen Hochschulen unterstreichen und gleichzeitig eine der anerkanntesten Baujuristinnen Deutschlands gewinnen. Sie beleuchtet "Haftungsprobleme beim Einsatz von Subunternehmern". Ein heißes Eisen insbesondere für Hauptunternehmer, aber auch für Bauherren von Brisanz.

Nähere Informationen zum 6. Deggendorfer Bausymposium gibt es zum Nachlesen im Internet unter www.bausymposium.de sowie bei der FH Deggendorf (Frau Monika Deistler), Postfach 1320, 94453 Deggendorf. Anmeldungen können auch telefonisch unter der Nr. 0991/3615-401 oder per Fax unter Nr. 0991/3615-499 erfolgen. Anmeldeschluss ist am 8. März 2005.

 

Eigener Bericht vom 24. Januar 2005

 

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