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Hochschulpresse: Pressearchiv 2004

Hohe Belohnung für einen "guten Lehrer"

 Prof. Dr. Dr. Popp und Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel

Prof. Dr. Dr. Heribert Popp erhielt "Preis für gute Lehre" von Minister Dr. Thomas Goppel

Deggendorf. (flo) Den "Preis für gute Lehre" hat am Freitagmittag Fachhochschul-Dozent Prof. Dr. Dr. Heribert Popp gemeinsam mit vier weiteren Hochschul-Dozenten aus den Händen von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel erhalten. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Projekttages "Forum der Lehre 2004" statt. Zu der Tagung waren alle Lehrbeauftragten der Bayerischen Hochschulen eingeladen. Die Bedeutung von Spitzenleistung in der Lehre für die erfolgreiche Ausbildung der Studenten hob Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel hervor. "Auch wenn der Hochschullehrer stets herausragende Fachkompetenz besitzen muss: Zum Tragen kommt seine Fachkompetenz für die Studierenden nur dann, wenn er sie in der Lehre erfolgreich umsetzt", erklärte Goppel. Deshalb zeichne die Staatsregierung mit den Preisen für gute Lehre an Fachhochschulen Personen aus, denen die Umsetzung dieses Wissenstransfers zum Studenten besonders erfolgreich gelungen sei, so der Minister. Die Preise für gute Lehre an Fachhochschulen werden alle zwei Jahre vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf Vorschlag der Präsidenten und Rektoren der bayerischen Fachhochschulen an fünf Professorinnen und Professoren verliehen. Die Studierenden sind an der Auswahl beteiligt. Jeder Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Das Bekanntmachen neuer Ideen, das Vertiefen bekannter Methoden und die persönliche Standortbestimmung und Motivation. Das waren die wesentlichen Ziele, die mit dem Forum der Lehre 2004 erreicht werden sollten. Eingeladen hatte stellvertretend für das Zentrum für Hochschuldidaktik der bayerischen Fachhochschulen (DIZ) Franz Waldherr, der den Projekttag gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Bartscher, Vizepräsident der FH Deggendorf, ausgearbeitet hatte.

Von Besucherzahl überwältigt

FH-Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl zeigte sich überwältigt von der großen Zahl der Teilnehmer. Er wertete die Veranstaltung als großen Erfolg, sowohl für die Fachhochschule Deggendorf, als auch für die Teilnehmer. Bayerische Fachhochschulen seien Orte der Begegnung, mit einem Schmunzeln bezeichnete er die Bildungseinrichtungen auch als gute Beziehungs- und Heiratsbörsen. "Wir wollen uns nach oben und nach vorne bewegen", so der Präsident weiter. Barrieren auf dem Weg dorthin seien sowohl die Mentalität der Studenten und der Lehrenden, die Strukturen und Rahmenbedingungen und die finanziellen Möglichkeiten. In allen Punkten gelte es, diese so zu organisieren, dass sie ein konstruktives Lehren und Lernen möglich machten. Auch Oberbürgermeisterin Anna Eder freute sich darüber, dass die Preisverleihung mit dem Projekttag verknüpft in Deggendorf stattfindet. Sie sei von der Fachhochschule begeistert, sowohl die Architektur als auch das breit gefächerte Angebot und die hervorragende Ausstattung seien sehr geglückt.

Aus FH viel gemacht

"Aus unserer FH wurde in den letzten zehn Jahren sehr viel gemacht", so Eder. "Um es mit Erasmus von Rotterdam zu sagen: Der erste Schritt zum Lernen ist die Liebe zum Lehrer."; Genau dort fange ihrer Meinung nach an, was an der Deggendorfer Fachhochschule vorbildlich funktioniere. An die Professoren richtete sie den Appell, sich stets der großen Verantwortung bewusst zu sein, die es bedeute, junge Menschen auf das Leben vorzubereiten. Es sei eine große Herausforderung, dies so gut wie möglich zu tun. "Holen sie das beste aus ihren Studenten heraus!" Die beiden Studenten Daniela Beutlrock und Jürgen Hirschböck hielten anschließend die Laudatio für Prof.Dr.Dr. Heribert Popp. Dieser verstehe es, mit einem Übermaß an Engagement und äußerst praxisgerecht Wissen zu vermitteln. Die Vorlesungen seien dabei auf einem hohen Niveau und zeichneten sich durch Praxisorientierung und betriebswirtschaftliches Denken aus. Neben Popp erhielten auch Prof. Dr. Günter Hofbauer (FH Ingolstadt), Prof. Sepp Starzner (FH Augsburg), Prof. Dr. Dieter Wölm (FH Aschaffenburg) und Prof. Ernst Unsin (FH Rosenheim) den mit 5000 Euro dotierten Preis. Die Dozenten wurden allesamt in einem Film vorgestellt, der von Medientechnik-Studenten aus Deggendorf erstellt worden war. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Alt-Oberbürgermeister und FH-Ehrensenator Dieter Görlitz sowie stellvertretender Landrat Peter Erl teil. Ein weiterer Programmpunkt der Veranstaltung war ein Vortrag von Roswita Königswieser aus Wien. Sie sprach zum Thema "Das Erlebnis Lernen". Mit ihrem unkonventionellen Vortrag appellierte die geschäftsführende Gesellschafterin von Königswieser & Network an die Dozenten, sich nicht als Lehrer herauszustellen, sondern mit den Studenten gemeinsam den Stoff zu erarbeiten. Nur dann könne man sichergehen, dass das, was gelernt wird, auch verstanden werde. Treffpunkt für alle Teilnehmer des Informationstages war die Stadthalle. Dort präsentierten sich alle Studiengänge mit Schautafeln und Ansprechpartnern. Am Nachmittag führten die Studenten die Gäste in Erlebnisräume, wo anhand von Vorträgen das bereits Gehörte nochmals vertieft wurde.

 

Plattlinger Anzeiger, vom 03.04.04

 

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