Goppel gibt grünes Licht für Mechatronik und IT-Management an FH |
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Deggendorf (lam). Für zwei neue Studiengänge, die Mechatronik und das IT-Management, hat Staatsminister Thomas Goppel gestern bei seinem Besuch an der FH grünes Licht gegeben. Professoren der Fachhochschule führten dem Minister Projekte vor, die aus der Lehre heraus neue Arbeitsplätze für die Region schaffen. Die Kabinettssitzung in Freyung nutzten gleich vier Minister zu einem Abstecher nach Deggendorf. Thomas Goppel scheint von der Aufbauleistung der FH besonders angetan: Bei seinem dritten Besuch innerhalb sechs Monaten überbrachte er die Nachricht, dass der neue Studiengang Mechatronik starten kann. Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik fließen hier zusammen, regionaler Schwerpunkt wird das "Optical Engineering". Vorerst ist zwar nur ein dreijähriger Bachelor-Studiengang genehmigt, Goppel machte aber Hoffnung, dass noch rechtzeitig für die Neustarter auch der Aufbaustudiengang mit Master-Abschluss folgt. Besonders gelobt wurde vom Minister das Engagement der Deggendorfer auf dem Weiterbildungssektor: Zusammen mit den Fachhochschulen Ansbach und Ingolstadt wird ebenfalls zum kommenden Wintersemester der Master-Studiengang IT-Management eingeführt, der sich - erfreulich für Goppels Budget - aus Gebühren finanziert. Derartige Modelle werden immer wichtiger, so Goppel mit Verweis auf die Geburtenentwicklung, die Fachkräfte rar werden lasse. Noch keinen Erfolg hatte Präsident Prof. Reinhard Höpfl mit seinem Werben um einen eigenen Tourismus-Studiengang: Hier bräuchte die Fachhochschule noch einen Stifter, auch die Aussichten am Arbeitsmarkt scheinen nicht rosig. Dass die FH sehr praxisorientiert arbeitet, belegen nicht nur die jüngsten Ranking-Erfolge, sondern auch die Unternehmensgründungen durch Professoren. "Vorzeige"-Unternehmer ist hier Prof. Dr. Hans Joachim Helml, der nicht nur in seiner Gesellschaft für Fertigungsprozessplanung, Forschung und Entwicklung (GFH) inzwischen 26 Mitarbeiter beschäftigt, sondern auch den Werkzeugbauer Haselbeck mit derzeit 80 Mitarbeitern übernommen hat. Die Studenten profitieren von den modernen Technologien, lernen als Praktikanten oder Diplomanden die Praxis kennen. 30 Beschäftigte zählt inzwischen auch die T.Con von Prof. Dr. Dieter Rummler, die aus einem Wohnzimmerbüro heraus entstanden ist und nun von Plattling aus Kunden wie adidas oder Bosch bei der Optimierung von Geschäftsprozessen berät. Erst 14 Tage alt ist die DAB GmbH von Prof. Dr. Georg Herde, dessen Firma Probleme bei unterschiedlichen Datenstrukturen löst. Beim Aufbau von rund 1000 Arbeitsplätzen hat das Hans-Lindner-Institut inzwischen mitgeholfen, für das Prof. Dr. Christian Lendner eine Stiftungsprofessur in Gründungsmanagement inne hat. "Die Angst vor dem Scheitern ist in Deutschland im Ländervergleich am höchsten. Da hilft nur Aufklärung", weiß Lendner.
Deggendorfer Zeitung vom 26. Mai 2004
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