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Hochschulpresse: Pressearchiv 2004

Unternehmer: Mechatronik ist die Zukunft

Tag der Elektrotechnik an FH - Kolloquium - Einweihung von fünf Hörsälen

Von Ariane P. Freier, Deggendorf. Fünf weltweit tätige Firmen haben den Fachbereich Elektrotechnik und Medientechnik der Fachhochschule Deggendorf mit Spenden unterstützt. Im Rahmen des Tags der Elektrotechnik sind gestern Hörsäle und Labors nach diesen Mäzenen benannt worden. Verblüffend, was technologisch möglich ist: Prof. Ernst Jürgens und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Robert Zizlsperger haben im Medienatelier der FH zwischen BayWa und TÜV ein neues Projekt präsentiert - Internet-Fernsehen. "Der Hörsaal wird virtuell", hatte Prof. Dr.-Ing. Peter Firsching eingangs versprochen. Und er sollte Wort halten. Per Internet wurde eine Aufzeichnung mit Jürgens im Hörsaal ins hauseigene Fernsehen übertragen.

Diese Show und ein halbtägiges Kolloquium zur "Automatisierungstechnik" im Manfred-Zollner-Hörsaal waren einem Festakt vorangegangen, bei dem fünf Hörsäle und Labors eingeweiht wurden, die nach den Sponsoren benannt sind: Knorrbremse-Labor etwa oder Micro-Epsilon-Hörsaal. Dekan Firsching hatte als Referenten die Firmenchefs und -vertreter eingeladen. "Ihre Spenden sind so wichtig, um der Leistungsfähigkeit und hochwertigen Ausbildung im Fachbereich Rechnung tragen zu können."
Das wissen Unternehmer wie Karl Wisspeintner, der die Ortenburger Familienfirma Micro-Epsilon Messtechnik GmbH von einem Vier-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen mit 360 Angestellten entwickelt hat. Er sprach über Wegsensoren in der Automatisierung. "Mechatronik", sagte er den Studenten unter den Zuhörern, "ist eine der sieben Schlüsseltechnologien der Zukunft. Damit haben Sie sehr gute Chancen, einen krisensicheren Beruf zu erlernen."
Micro-Epsilon stellt für Firmen wie BMW, Ford oder Siemens Sensoriklösungen zur Verfügung. Dabei fließen die Erfahrungen von etwa 1000 Ingenieurs-Jahren mit dem Wissen von Maschinenbauern, Elektrotechnikern oder Physikern erfolgreich zusammen.

Diplom-Kaufmann Christian Schubert stellte für die Firma Kontron Embedded Modules GmbH (München-Eching) die neuen Trends bei Embedded Systemen vor. Das sind PC-basierte Computersysteme für die industrialisierte Anwendung.
Um Kerosin und Milch ging es bei Dr. Peter Fröhlich, der die elektronische Messtechnik am Nutzfahrzeug präsentierte. Seine BARTEC GmbH (Bad Mergentheim) hat eine Methode entwickelt, mit der der Füllstand unterschiedlicher Flüssigkeiten ohne manuellen Füllstab völlig elektronisch gemessen werden kann.
Elektronische Bremssysteme in kritischen Sicherheitssystemen und deren Einfluss auf die Wertschöpfungskette standen bei Dipl.-Ing. (FH) Franz Birkeneder für die Knorr-Bremse AG (München, Berlin) im Mittelpunkt.
Dass sich auch die Automatisierungstechnik schließlich auch international und global anpassen muss, wurde bei Dr. Michael Maurer, SAR Elektronic GmbH (Dingolfing), deutlich. Das erfordert beispielsweise die Fernwartung von Geräten in Japan via Internet. An die durchweg interessanten Ausführungen schloss sich ein gemeinsamer Gang durch den Fachbereich zum Festakt an.

 

Deggendorfer Zeitung vom 17.06.04

 

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