Bischof im Gespräch mit Studenten und Professoren |
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Bei der Bischofsweihe in Regensburg hatte ihn FH-Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl eingeladen, gestern nutzte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller die Gelegenheit, mit Studenten und Professoren ins Gespräch zu kommen.Deggendorf (lam). Höpfl stellte dem Bischof den Campus als Ort der Begegnung vor, verwies stolz auf die jüngsten Ranking-Erfolge der Deggendorfer und die neuen Master-Programme zur Weiterbildung. Er zeigte auch die Grenzen der Wissenschaft auf: Deren Erkenntnisse stünden in Beziehung zu einem Koordinatensystem außerhalb des wissenschaftlichen Horizonts: "Max Planck nannte dieses System Religion". Der Bischof, selbst Hochschullehrer, verwies auf die menschliche Dimension der Arbeit, bei der es nicht nur ums Geldverdienen gehe. Der Mensch dürfe nicht nur funktionierendes Rädchen in einem unmenschlichen Getriebe sein, sondern müsse auch menschlich gefördert werden. Hochschulseelsorger Sebastian Nüssel informierte über die Arbeit der neu gegründeten Katholischen Hochschulgemeinschaft, die sich zu Meditationen, Gesprächsrunden, aber auch Schafkopfturnieren trifft. Das Engagement für ausländische Studierende stellte Dr. Elise von Randow vor: Sie will das Gastfamilienprogramm noch weiter ausbauen, mit dessen Hilfe ausländische Studenten niederbayerische Lebensart und Mentalität kennen lernen können. Die Studentenvertreter boten dem Bischof ihre Hilfe bei dessen Sozialarbeit an, etwa beim Brasilien-Projekt des Bistums. Prof. Höpfl schlug vor, über Spendenmittel ein Stipendium für einen Studenten aus den Favelas zu organisieren und so mit Hilfe der Bildung Not zu lindern.
Deggendorfer Zeitung vom 17.01.04
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