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OB Anna Eder stellt Auslandsstudenten
Stadt und Verwaltung vor - Eintrag ins Gästebuch
Von Ariane P. Freier
Deggendorf.
31 Fachhochschul-Studenten aus zehn Ländern hat Oberbürgermeisterin
Anna Eder gestern Mittag in lockerer Runde im Neuen Rathaus willkommen
geheißen. Und weil die Absolventen den Namen der Stadt und den guten
Ruf der FH über die Grenzen Deutschlands hinaus tragen, durften sie
sich sogar im Gästebuch verewigen.
Die Rathauschefin hat die Lacher sofort auf ihrer Seite: "In unserer
reizvoll gelegenen Stadt mit ihren 31 500 Einwohnern können Sie nicht
nur studieren, hier gibt es auch wunderbare Kneipen und Kulturveranstaltungen
für junge Leute." Ein paar Offerten haben die 19 "Neuzugänge"
in den wenigen Tagen ihres Aufenthalts schon getestet. "In zwei Tagen
zwei Partys - das gibt's in Brünn nicht", staunt Thomas Vondrák
(22). Überhaupt sei alles viel schöner als erwartet, findet
der Tscheche, der wie die meisten Studierenden das Fach Internationales
Management belegt.
Das hört Anna Eder gern, die mit Verve die Vorzüge Deggendorfs
preist. "Sprechen Sie ruhig weiter", ermuntert sie eine Lettin,
die die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Stadtverwaltung lobt.
Einen Norweger informiert sie, dass die Stadt heuer in sein Land auf Reisen
geht.
Ein junger Tscheche hat sich
ebenso wie ein Spanier in die Landschaft mit ihren 800 Metern Höhenunterschied
verliebt. Sie fordere geradezu zum Mountainbiken heraus. "Haben Sie
Ihr Rad mit?", fragt Anna Eder. Nein, aber er möchte sich eins
,nehmen', antwortetMartin aus Pilsen und sorgt damit erneut für Gequietsche.
Dafür darf er sich anschließend aber im Fundbüro nach
einem Radl umsehen.
Viele der insgesamt über 80 Studierenden, die in der Regel fünf
Monate bleiben, sprechen bereits Deutsch, wollen ihre Kenntnisse aber
noch erweitern. Andere müssen sich mit Sprache und Kultur erst vertraut
machen. Vor allem die Asiaten, die im Studentenwohnheim leben.
Dafür sei u.a. das "Friend-to-friend"-Programm entwickelt
worden, erzählt James Dille (26), der aus Indonesien stammt. Seit
fünf Jahren studiert er hier BWL und Medientechnik und spricht schon
"a weng" Bairisch. James betreut zudem einige Kommilitonen im
Rahmen des Arbeitskreises Internationalität (AKI) mit. "Uns
ist der völkerverbindende, der europäische Gedanke besonders
wichtig", sagt er. "Je mehr man sich mit fremden Mentalitäten
auseinander setzt, desto kleiner ist der Kulturschock, wenn man ins Ausland
geht."
Das sehen auch Heinz Stellmach, Vorstand des AKI und Mitglied des Akademischen
Auslandsamts der FH, und Eventmanager Volkmer Kiefl so. Die beiden freuen
sich besonders, dass der FH und den ausländischen Studierenden mit
dem Empfang im Rathaus besondere Wertschätzung entgegengebracht wird.
"Das motiviert unheimlich."
Deggendorfer Zeitung vom 11.03.04
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