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Hochschulpresse: Pressearchiv 2004

Norweger, Spanier, Letten: FH ist international

OB Anna Eder stellt Auslandsstudenten Stadt und Verwaltung vor - Eintrag ins Gästebuch

Von Ariane P. Freier
Deggendorf. 31 Fachhochschul-Studenten aus zehn Ländern hat Oberbürgermeisterin Anna Eder gestern Mittag in lockerer Runde im Neuen Rathaus willkommen geheißen. Und weil die Absolventen den Namen der Stadt und den guten Ruf der FH über die Grenzen Deutschlands hinaus tragen, durften sie sich sogar im Gästebuch verewigen.
Die Rathauschefin hat die Lacher sofort auf ihrer Seite: "In unserer reizvoll gelegenen Stadt mit ihren 31 500 Einwohnern können Sie nicht nur studieren, hier gibt es auch wunderbare Kneipen und Kulturveranstaltungen für junge Leute." Ein paar Offerten haben die 19 "Neuzugänge" in den wenigen Tagen ihres Aufenthalts schon getestet. "In zwei Tagen zwei Partys - das gibt's in Brünn nicht", staunt Thomas Vondrák (22). Überhaupt sei alles viel schöner als erwartet, findet der Tscheche, der wie die meisten Studierenden das Fach Internationales Management belegt.
Das hört Anna Eder gern, die mit Verve die Vorzüge Deggendorfs preist. "Sprechen Sie ruhig weiter", ermuntert sie eine Lettin, die die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Stadtverwaltung lobt. Einen Norweger informiert sie, dass die Stadt heuer in sein Land auf Reisen geht.

Ein junger Tscheche hat sich ebenso wie ein Spanier in die Landschaft mit ihren 800 Metern Höhenunterschied verliebt. Sie fordere geradezu zum Mountainbiken heraus. "Haben Sie Ihr Rad mit?", fragt Anna Eder. Nein, aber er möchte sich eins ,nehmen', antwortetMartin aus Pilsen und sorgt damit erneut für Gequietsche. Dafür darf er sich anschließend aber im Fundbüro nach einem Radl umsehen.
Viele der insgesamt über 80 Studierenden, die in der Regel fünf Monate bleiben, sprechen bereits Deutsch, wollen ihre Kenntnisse aber noch erweitern. Andere müssen sich mit Sprache und Kultur erst vertraut machen. Vor allem die Asiaten, die im Studentenwohnheim leben.
Dafür sei u.a. das "Friend-to-friend"-Programm entwickelt worden, erzählt James Dille (26), der aus Indonesien stammt. Seit fünf Jahren studiert er hier BWL und Medientechnik und spricht schon "a weng" Bairisch. James betreut zudem einige Kommilitonen im Rahmen des Arbeitskreises Internationalität (AKI) mit. "Uns ist der völkerverbindende, der europäische Gedanke besonders wichtig", sagt er. "Je mehr man sich mit fremden Mentalitäten auseinander setzt, desto kleiner ist der Kulturschock, wenn man ins Ausland geht."
Das sehen auch Heinz Stellmach, Vorstand des AKI und Mitglied des Akademischen Auslandsamts der FH, und Eventmanager Volkmer Kiefl so. Die beiden freuen sich besonders, dass der FH und den ausländischen Studierenden mit dem Empfang im Rathaus besondere Wertschätzung entgegengebracht wird. "Das motiviert unheimlich."

 

Deggendorfer Zeitung vom 11.03.04

 

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