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Neue Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft - Drei Studiengänge für Qualifizierung der Führungskräfte
Von Laurent Martinez
Deggendorf. Rund 100 Studenten der Fachhochschule haben im vergangenen Jahr ein Auslandssemester an einer der über 60 Partnerhochschulen weltweit absolviert. Jetzt haben die Studenten erstmals ihre Unis beim "International Partners' Day" präsentiert. Was haben Valkeakoski in Finnland, Colima in Mexiko und Mokpo in Südkorea gemeinsam? Die Universitäten dieser Städte sind über eine Hochschulpartnerschaft mit der Fachhochschule Deggendorf verbandelt. Insgesamt unterhält die FH über 60 Partnerschaften mit Hochschulen in aller Welt. "Gemessen an unserer Größe sind wir damit Spitze in Bayern", freut sich FH-Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl.
Beim ersten "International Partners' Day" der FH haben ausländische und Deggendorfer Studierende das Auslandsangebot der Hochschule präsentiert. An Info-Ständen konnten sich Studenten informieren, die ein Auslandssemester planen. Auch Schüler, die sich für das Lehrangebot der FH interessieren, haben erste Einblicke in die vielfältigen Angebote bekommen. An den nach Ländern geordneten Ständen haben die "alten Hasen", die bereits im Ausland waren, und ausländische Studenten individuelle Tipps gegeben und von ihren Erfahrungen berichtet.
Erste Anlaufstelle für interessierte Studenten ist meist Dr. Elise von Randow vom Deutschen Akademischen Austauschdienst an der FH (DAAD). Sie stellt den Kontakt zu ausländischen Unis her und betreut das europäische Programm "Erasmus". "Jeder Student, der ins Ausland gehen möchte, hat die Möglichkeit dazu", verspricht Elise von Randow. Das Kontingent an Erasmus-Plätzen werde in der Regel nicht ausgeschöpft, so die Leiterin des Akademischen Austauschdienstes. Von den 97 Plätzen für die FH Deggendorf blieben einige unbesetzt. "Im letzten Jahr haben rund 70 Studenten an den Programmen für Europa teilgenommen", sagt Elise von Randow. Weitere 30 zögen über die europäischen Grenzen hinaus, etwa nach Australien oder Neuseeland. Auch der asiatische Raum sei zunehmend beliebt, hat sie beobachtet. Die FH unterhält dort Partnerschaften mit Universitäten in China und Korea. Allerdings, so von Randow, habe das Interesse an den USA in den letzten Jahren nachgelassen. Ein Grund könnte u.a. im Terroranschlag vom 11. September 2001 zu suchen sein.
"Über ein Auslandsstudium
erwerben die Studenten wertvolle kommunikative und interkulturelle Fähigkeiten",
sagt Reinhard Höpfl. Gerade Niederbayern sei als Export-Region auf
Kompetenz angewiesen. "Studenten mit Auslandserfahrung haben auf
dem Arbeitsmarkt beste Aussichten."
Kirsten Köhler (23) hat ihr Auslandssemester schon hinter sich. Im
Januar ist sie aus dem spanischen Gandia bei Valencia zurückgekehrt.
Ihren Studiengang "International Management", konnte sie dort
nahtlos fortsetzen - für ihren Abschluss verlor sie keine Zeit. Besonders
in puncto Selbständigkeit und Lebenserfahrung empfiehlt Kirsten allen
Kommilitonen den Sprung ins Ausland. Deshalb engagiert sie sich - zurück
in Deggendorf - dafür, den anderen Studenten das Auslandsstudium
schmackhaft zu machen. Gemeinsam mit Markus Dipper, Simone Gehrlein und
den Austausch-Studentinnen Judith Hernandez und Vanessa Torres hat sie
den "International Partners' Day" auf die Beine gestellt.
Zum Abschluss der Veranstaltung sind unter den Besuchern 20 Gewinne verlost
worden, die Sponsoren der FH zur Verfügung gestellt haben: Ein Nachmittag
in einem Audi Cabrio, ein Wellness-Nachmittag mit Abendessen für
zwei Personen in Viechtach und ein Erlebnistag im elypso für zwei
Personen.
Deggendorfer Zeitung vom 10. Juni 2004
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