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Bauunternehmer will Edlmairstraße
aufwerten - Langfristig Verhandlungen
Von Sabine Heinritz
Deggendorf. Für Überraschungen ist er immer gut, der Innernzeller Bauunternehmer
Günther Karl. Gestern gab er eine weitere bekannt: Nach zähen Verhandlungen
hat er das BayWa-Gelände gekauft und für das Areal an der Hans-Krämer-Straße
bereits zukunftsweisende "Visionen" entwickelt. "Das ist ein Quantensprung
für die Entwicklung der FH", zeigte sich FH-Professor Professor Dr. Reinhard
Höpfl restlos begeistert angesichts der Pläne des Bauunternehmers. Dieser
hatte erst am vergangenen Freitag seine Unterschrift unter den Kaufvertrag
mit der BayWa gesetzt. "Ich habe seit mehr als zehn Jahren versucht, das
Grundstück zu erwerben", erzählte Günther Karl, dem bereits das benachbarte
als Parkplatz genutzte Areal gehört.
Das hatte er seinerzeit im
Tausch gegen ein Grundstück in Seebach von den Textilwerken Deggendorf
erworben. "Schon damals kam Oberbürgermeister Dieter Görlitz zu mir und
bat um Unterstützung: "Das ganze Umfeld muss zur FH passen", erinnert
sich Karl.
Auch der Erwerb des BayWa-Grundstücks hat eine lange Vorgeschichte. Günther
Karl fädelte in Zusammenarbeit mit Landrat Christian Bernreiter, dem Landratsamt
und der Stadt Plattling den Umzug zum neuen Standort nach Plattling ein.
Dies sei eine Bedingung für den Verkauf gewesen. Nach der Eröffnung des
BayWa-Kompetenzzentrums habe es eine Vielzahl von Interessenten für das
alte BayWa-Gebäude gegeben. Den klaren planungsrechtlichen Vorgaben der
Stadt und dem persönlichen Engagement von Oberbürgermeisterin Anna Eder
sei es zu verdanken, dass aus dem BayWa-Gebäude keine Einkaufshalle geworden
sei. "Das ist für alle ein Riesengewinn", sagte Karl, der sich ausdrücklich
bei der Stadt Plattling für die Unterstützung bedankte.
Vielmehr sollen auf dem Gelände
Bürogebäude und Geschäftsflächen entstehen. Als städtebaulichen Akzent
könnte ein etwa 25 Meter hoher Turm den Eingang zur Edlmairstraße markieren
- wenn sich Karl auch noch mit dem TÜV einig würde. FH-Präsident Reinhard
Höpfl sieht in der insgesamt 30 000 Quadratmeter großen Fläche die Chance
für Start-Up-Unternehmen, sich nahe der FH anzusiedeln. Als "Visionen"
bezeichnete der Bauunternehmer ausdrücklich die Pläne, die er bei Architekt
Markus Kreß vom Architekturbüro Lechner & Kreß in Auftrag gegeben hat.
Vieles davon sei noch Zukunftsmusik, Investoren würden benötigt, um die
Pläne umzusetzen. FH-Präsident Reinhard Höpfl ist optimistich angesichts
der Durchsetzungkraft von Günther Karl: "In zwei Jahren wird dort gebaut,"
prophezeit er.
Deggendorfer Zeitung vom 8. Oktober
2004
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