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Hochschulpresse: Pressearchiv 2004

Leiter von Bayerns Fachhochschulen tagten - Hohe Erwartungen in Gespräch mit Stoiber

Prof.  Dr. Höpfl und Prof. Dr. Konhäuser

Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl (v. l. ) im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Konferenz, Prof. Dr. Erich Konhäuser (Foto: peka)


Deggendorf. (pk) Nicht gerade zu einer besseren Motivation der Fachhochschul-Professoren beigetragen haben die jüngsten Sparbeschlüsse der bayerischen Staatsregierung. Davon ist Professor Erich Konhäuser, Vorsitzender der Konferenz der Fachhochschul-Rektoren, überzeugt. Gestern tagten die 20 leitenden FH-Vertreter in den Räumen der Deggendorfer Fachhochschule. Zu ihrer bereits 119. Sitzung trafen sich die Präsidenten und Rektoren der bayerischen Fachhochschulen gestern Vormittag im “Oberbürgermeister-Dieter-Görlitz-Hörsaal". Brisante hochschulpolitische Themen standen auf der Tagesordnung. Mit dabei waren die Vertreter von 17 staatlichen Fachhochschulen, der beiden kirchlichen Fachhochschulen und der Universität der Bundeswehr. Zentrales Thema war dabei die Zukunft der Fachhochschulen in Bayern, und die Sparpläne der bayerischen Staatsregierung waren laut Vorsitzendem Erich Konhäuser zunächst nicht dazu angetan, die Motivation der Professoren zu steigern oder Zukunftsängste zu zerstreuen.

Hoffnung setzen die Rektoren nun vor allem auf ein Gespräch mit Ministerpräsident Edmund Stoiber, das am kommenden Donnerstag stattfinden soll. “Wir erwarten von Stoiber ein Aufbruchssignal", unterstrich der Vorsitzende gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Man müsse bei der Zusammenkunft verdeutlichen, “was die Fachhochschulen in unserer Gesellschaft leisten". Es gelte, die nicht durch die Universitäten abgedeckten Segmente zu stärken. Gerade durch das Bekanntwerden der Sparbeschlüsse sei die Motivation bei den Professoren nicht eben größer geworden ­ die Stimmung sei eher als gedrückt zu bezeichnen.

Gegen Stellenkürzungen

Weiter müsse man dem Ministerpräsidenten verdeutlichen, dass es keine weiteren Stellenkürzungen mehr geben dürfe. Eine sichere Mittelzusage sei unbedingt erforderlich. “Dazu erwarten wir klare Aussagen zu den Studiengebühren", so Erich Konhäuser. Derzeit werde ein Betrag von 500 Euro pro Semester angepeilt. Klare Aussagen sind es, die Konhäuser bei dem Gespräch am Donnerstag von Edmund Stoiber erwartet. Man brauche klare Weichenstellungen, um voranzukommen und auch den Studentenboom in die richtigen Bahnen zu lenken. Schließlich halte man eine Steigerung der FH-Studentenzahl von 64000 auf 100000 im Jahr 2010 für möglich. Professor Dr. Reinhard Höpfl, Präsident der Fachhochschule Deggendorf, der auch für ein Hochschulbündnis plädiert, pflichtet Konhäuser bei: “Wir brauchen Planungssicherheit³, so der Präsident der florierenden Deggendorfer Bildungseinrichtung mit ihren derzeit über 2300 Studenten.

Wirtschaft profitiert

Wie der Vorsitzende der Rektorenkonferenz ist auch Höpfl davon überzeugt, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um die bayerischen Fachhochschulen “auf Kurs"zu halten. Profitieren werde von einer vernünftigen Weichenstellung neben den Studenten nicht zuletzt die Wirtschaft, die mit hoch qualifiziertem Personal versorgt werde.

 

Donau Anzeiger vom 11. Mai 2004

 

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