Auf den richtigen Schnitt kommt es an |
|
|
Cutterin Gabriele Aigner unterrichtet jetzt die FH-Studenten der MedientechnikDeggendorf. Mit Gabriele Aigner hat der Fachbereich Medientechnik der FH im Januar diesen Jahres Verstärkung bekommen. Sie unterrichtet die Studenten in Filmschnitt, Kameraführung und -position, unterstützt sie bei der Umsetzung ihrer Filmprojekte und stillt den Wissensdurst der jungen Medienschaffenden. Die 1967 geborene Münchnerin ließ sich nach dem Abitur und einem Jahr Aufenthalt in der italienischen Hauptstadt Rom zur mehrsprachigen Fremdsprachenkorrespondentin ausbilden. Dann wandte sie sich Film und Theater zu. Sie absolvierte ein Schauspiel- und Tanz-Studium am "Studio Gmelin" in München und machte eine Filmschauspielfortbildung in Los Angeles/USA. Neben ihrer Tätigkeit als freie Schauspielerin mit Engagements am Prinzregenten- und Marstalltheater in München, anderen freien Theatern und diversen Arbeiten für Film und Fernsehen - darunter namhafte Sender wie ARD, ZDF, 3sat oder Pro7 - führte sie darüber hinaus in Eigenproduktion Regie für Kinderstücke, machte Choreografie und leitete Theater-Workshops. Auch wird sie bald als Agentin in dem Kinofilm "Munich Mambo" auf der Leinwand zu sehen sein. Gabriele Aigner, die schon als Kind immer Schauspielerin werden wollte, um Geschichten zu erzählen, merkte bald, dass sie beim Schauspielern nur die Ausführende der Ideen anderer ist. Nachdem ihr diese Arbeit zu unkreativ geworden war, wandte sie sich seit 1997 intensiv dem Filmemachen auf der produzierenden Seite zu. Für die Cutterin bietet das Medium Film so viele gestalterische Möglichkeiten, dass sie darin alles, was sie bisher an Erfahrungen gesammelt hat, vereinen und umsetzen kann. Filmschnitt ist für sie die Schlüsselposition, bei der alles zusammenfließt. Somit schloss Gabriele Aigner in Frankfurt die Ausbildung als Mediengestalterin in Bild und Ton bei "tsapp Postproduction" ab. In ihrer Heimatstadt München konzentrierte sie sich danach neben Kurzfilmproduktionen wie "Der Brief" oder "Tanz in zwei Welten" ganz auf den Filmschnitt. Als selbstständige Cutterin war sie unter anderem für Gesellschaften wie "Bavaria Film", "Monta Film", "Voodoo Lounge", "Frankfurter Film Produktion" und "Media AG" tätig. Kinofilm wäre ihr Traum Vor ihrer jetzigen Stelle an der FH Deggendorf war Gabriele Aigner ein Dreivierteljahr als Cut-Assistentin bei der Erfolgsserie "Forsthaus Falkenau" tätig, bei der sie sehr viel technisches Wissen sammelte, ihr die Arbeit dort auf die Dauer aber doch zu unkreativ war. Ihre Stelle als Cutterin und Mediengestalterin an der Fachhochschule Deggendorf gefällt ihr sehr gut, da sie ihre Praxiserfahrung gerne an die Studenten weitergibt und ihnen das vermitteln kann, was sie selbst so sehr liebt. Wer Gabriele Aigner
sucht, findet sie meist an ihrem Schnittrechner. Beim Filmeschneiden ist
sie ganz in ihrem Element. "Ein Film über die Linsenpoliermaschine
an der FH spornt mich genauso an wie ein Film über die installierte
Webcam am Dach der Fachhochschule", so Aigner. Ein kritischer Blick
auf den Monitor, eine Hand an der Maus, die andere Hand bedient die Tastatur,
ständig auf der Suche nach guten Schnitten und Ideen, hat sie ständig
das Ziel vor Augen, einen bewegenden Film zu machen.
Plattlinger Anzeiger vom 03. Mai 2003
|


zum Seitenanfang