Übergabe an "fähigen Wissensträger" |
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Konrad Haselbeck empfängt seinen Nachfolger Prof. Dr.-Ing. HelmlDeggendorf(kw). Rund 230 Gäste waren gestern der Einladung von Konrad Haselbeck gefolgt, der anlässlich des 30. Firmenjubiläums der Haselbeck Formen- und Werkzeug GmbH seinen Nachfolger Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Helml vorstellte und ihm dabei offiziell sein Unternehmen übergab (siehe auch Heimatwirtschaft-Seite 7). Unter dem Motto "Fit für
die Zukunft" überreichte Konrad Haselbeck seinem Nachfolger
Hans Joachim Helml einen überdimensionalen Schlüssel aus Metall.
"Dieser schwere Schlüssel", so Konrad Haselbeck, "soll
daran erinnern, dass mit diesem Unternehmen auch eine schwere Bürde
der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und Partnern
verbunden ist." "Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, ist es auch bei bester Gesundheit absehbar, dass ein Generationswechsel zwingend kommen wird", kommentierte Konrad Haselbeck den Grund für die Firmenübergabe. Dieses "Irgendwann" sei für einen vorsorglichen und planenden Menschen eine Unwägbarkeit, die nicht im Einklang mit der hier gebotenen unternehmerischen Verantwortung stünde. Deshalb, fuhr Konrad Haselbeck fort, habe er sich entschlossen, Suche, Auswahl und Übergabe an einen geeigneten Nachfolger jetzt, am Höhepunkt seiner Erfahrung und Schaffenskraft, zu gestalten. Mit diesem wichtigen Gestaltungsprozess, der das Unternehmen fit für die Zukunft machen soll, wolle sich der Firmengründer auch aus dem operativen Tagesgeschäft vollständig zurückziehen. Konrad Haselbeck erklärte, dass er es sich bei der Wahl eines geeigneten Nachfolgers nicht leicht gemacht habe, denn ein Lebenswerk von 30 Jahren und die damit verbundene Verantwortung für Kunden und Mitarbeiter seien ihm außerordentlich wichtig. Gleichwohl fiel ihm mit Professor Dr.-Ing. Hans Joachim Helml die Entscheidung letztendlich dann doch sehr leicht. Mit diesem Mann komme nicht nur ein fähiger Wissensträger in die Betriebsleitung, sondern auch eine erfolgreiche Unternehmer und Führungspersönlichkeit, die Forschung und. Fertigung noch enger zusammen wachsen lässt. Professor Hans Joachim Helml hat in fünf Jahren die Gesellschaft für Fertigprozessplanung mbh (GFH mbh) im ITC aufgebaut und lehrt auch Produktions- und Fertigungstechnik an der Fachhochschule Deggendorf. Beide Firmen entwickelten sich laut Haselbeck rasant und ergänzen sich durch ihre inhaltlichen Schwerpunkte und Kundenprofile. Während sich die GFH mit derzeit 30 Mitarbeitern und High-Tech-Labors auf Forschung und Entwicklung in der Fertigungs-prozessplanung konzentriert, realisiert Haselbeck Formen- und Werkzeugbau mit 69 Mitarbeitern - darunter elf Azubis - vornehmlich für die Automobil-, Haushaltsgeräte-, Elektronik- und Recyclingindustrie Formen für Kunststoff- und Gummiformteile.
Deggendorfer Zeitung vom 28. Juni 2003
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