FH-Studiengang: Manager im Gesundheitswesen |
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Aufbaustudiengang "Gesundheitsmanagement" (MBA) soll betriebswirtschaftliches Wissen an Praktiker vermittelnDeggendorf (she). Die FH Deggendorf bietet voraussichtlich ab dem Sommersemester den Aufbaustudiengang "Gesundheitsmanagement an. Führungskräfte an Kliniken, Ärzte oder Verwaltungspersonal sollen in dem dreisemestrigen Studiengang Management-Qualitäten entwickeln. Das Gesundheitssystem steckt in der Zwickmühle: Der medizinische Fortschritt und die steigende Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen führen zu Wachstum im medizinischen Sektor, andererseits fehlt es an Geld und an Fachleuten, um mit dem Wachstum Schritt zu halten. So charakterisierte FH-Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl die Ausgangslage. Deshalb sei die Zeit reif für den gestern vorgestellten Aufbaustudiengang, Master of Business Administration (MBA) im Gesundheitssystem". Laut Höpfl gibt es in Bayern noch keinen derartigen Studiengang. Lediglich Ulm biete den Studiengang "Master of Public Health" an. Marktanalysen und -studien hätten ergeben, dass es hier einen großen Bedarf gebe, erklärte FH-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Bartscher, der die MBA-Studiengangleitung inne hat. Das Angebot, so Bartscher, richtet sich "nicht an Newcomer, sondern an Praktiker, die ihren eigenen Bedarf kennen." Darum werden die Dozenten auch nicht aus der reinen Lehre kommen, sondern einen ausdrücklichen Praxisbezug haben. Zum Teil rekrutieren sich die Dozenten aus den Reihen der FH, andere kommen aus den Reihen des Geschäftsfelds BayTech der Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg. Das Unternehmen übernimmt die Organisation und Koordination des MBA-Studiengangs. In der BayTech sind Professoren unterschiedlichster Ausrichtung beschäftigt. Sie bieten der Wirtschaft, neben ihrer Tätigkeit in der Lehre, Dienstleistungen zu Forschung und Entwicklung an. Bay-Tech-Leiter Siegfried M. Hartmann umschrieb das Konzept: "Die Studierenden sollen fachübergreifend zusammenarbeiten, ihre eigenen Probleme mitbringen und diese im Rahmen der 18-monatigen Ausbildung mit den Dozenten und den anderen Studenten bearbeiten." Unterstützt werden FH und BayTech bei diesem Unternehmen auch vom "Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser" (DNGfK). Dessen Vertreterin, Christa Rustler, betonte, dass der Wirtschaftlichkeit an Krankenhäusern, in Kliniken oder großen Praxen in der Zukunft eine noch größere Bedeutung zu komme als bisher: "Unwirtschaftliches Arbeiten ist inhuman", sagte sie und verwies dar auf, dass die Krankenhäuser oft die größten Arbeitgeber in der Region seien. Etwa 20 Studierende werden nach ersten Schätzungen im Sommer für den Aufbaustudiengang einschreiben. Der MBA kann berufsbegleitend erreicht werden. Die Vorlesungen finden von Freitagnachmittag bis Samstagabend an der FH und ausgewählten süddeutschen Krankhäusern statt. Pro Semester sind zwei viertägige Vollzeitblöcke geplant. Im dritten Semester wird die Erstellung einer Masterarbeit verlangt. Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium bzw. ein als gleichwertig anerkannter Abschluss anderer Träger sowie eine mindestens zweijährige Berufspraxis. Das Studienentgelt beträgt 4400 Euro pro Semester. Zu einer ersten Informationsveranstaltung an der FH zu dem neuen Studiengang hatten sich gestern 30 Vertreter aus dem Gesundheitsbereich angemeldet, weitere hätten ihr Interesse bekundet.
Deggendorfer Zeitung vom 21. März 2003
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