Hier sind Sie:

Hilfsnavigation


Hochschulpresse: Pressearchiv 2002

Gute Aussichten für neuen Studiengang

 Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wilhelm beim Besuch der FH

Tourismus: Wilhelm will sich einsetzen - Erweiterung: Ministerium will Grundstück

Deggendorf (cis). Es schaut gut aus für die Fachhochschule, zumindest was den neuen Studiengang Tourismus angelangt. Zwar konnte Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wilhelm, Vorsitzender des Hochschulausschusses, bei seinem Besuch am Montag noch keine konkreten Aussagen dazu machen. Doch herrsche gerade hier ein "Riesenbedarf". Derweil zeigt sich das Wissenschaftsministerium höchst interessiert am Kauf des Nachbargrundstückes mit dem Straßenbauamt. Das wird bekanntlich für eine Erweiterung der Deggendorfer FH benötigt.

Das detaillierte Konzept liegt dem Ministerium bereits vor. Die Ausbauzielzahl der FH liegt derzeit bei 1000 Studenten. Doch längst wird der Platz knapp, wie Oberbürgermeisterin Anna Eder bei Wilhelms-Besuch unterstrich. Erreicht werden soll eine Erweiterung auf 1750 Plätze. Bekanntlich wurde dies Wissenschaftsminister Hans Zehetmair bereits bei seinem letzten Besuch vermittelt (wir berichteten). Die FH Deggendorf darf sich als die erfolgreichste FH-Neugründung der 90-er Jahre bezeichnen. Sie ist die einzige der insgesamt acht neuen Fachhochschulen, die ihre Ausbauzielzahl bereits überschritten hat.

Anna Eder signalisierte beim Besuch Wilhelms Flexibilität bis zu einer möglichen Erweiterung. So könne die Stadt wieder Räumlichkeiten anmieten. Das hat sie auch damals schon bei der Neugründung getan, als vorübergehend die Schauffler-Villa umfunktioniert worden war, um so die ersten Studenten unterbringen zu können, bis der Bau auf dem Edlmair-Gelände stand. Doch Wilhelm warnte vor voreiliger Erweiterungsfreude: "Es wird nicht im ersten Anlauf gehen, weil andere Fachhochschulen die Zahlen noch nicht erreicht haben". Wo Bedarf herrsche, werde aber schnell und unbürokratisch gehandelt.

Beste Aussichten gibt es für den neuen Studiengang Tourismus. Den schriftlichen Antrag hatte Oberbürgermeisterin Anna Eder Zehetmair bei seinem letzten Besuch überreicht. Nur in München und Kempten gibt es bisher ein solches Studienangebot. Doch in München allein übersteigen die Bewerberzahlen die Plätze um das Achtfache. "Wir müssen schnell etwas tun, wo der Tourismus besonders ausgeprägt ist." Deggendorf scheint sich hier auch in den Augen des Vorsitzenden des Hochschulausschusses bestens zu eignen mit der Nähe zum Bayerischen Wald und zum Bäderdreieck. Hier gebe es auch entsprechende Praktikumplätze. "Ich werde mich sehr dafür einsetzen", versprach Wilhelm.

Schließlich ging es bei der Besprechung mit Präsident Reinhard Höpfl, MdL Bernd Sibler, OB Anna Eder, dem designierten Plattlinger Bürgermeister Erich Schmid und den Dekanen der Fachbereiche auch um die Werbung um Studenten. Gerade Gymnasien könnten hier für die Deggendorfer Einrichtung noch mehr tun.

Doch muss es sich in den Köpfen einprägen, dass die Fachhochschule keine Uni zweiter Klasse ist, sondern gerade aufgrund ihrer praxisnahen und kurzen Ausbildung in der Wirtschaft anerkannt ist. Denn Ziel des Ministeriums ist es, 40 Prozent der Hochschüler in Fachhochschulen studieren zu lassen.

Auch hier gibt es also noch Potenzial für die FH Deggendorf, was die Studentenzahlen anbelangt. Am Mittwoch, 20. März, findet wieder der Hochschultag statt. Die "Hochschule zum Anfassen" bietet unter anderem ein "Schnupperstudium".

 

Plattlinger Anzeiger vom 19. März 2002

 

zurück zur Übersicht


English, Barrierefreiheit, Jobs, News, Kontakt, Privacy, Impressum


Ansicht:

  • Druck
  • Kontrast
  • Layout-frei