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Hochschulpresse: Pressearchiv 2001

Kurt Faltlhauser kam am bayernweiten High-Tech-Tag nach Deggendorf

Finanzminister Kurt Faltlhauser , FH-Präsident Reinhard Höpfl

Minister-Lob für FH: "Wenn es nur überall so gut laufen würde"

Von Michaela Arbinger

Deggendorf. Für Finanzminister Kurt Faltlhauser war es kein Pflichtbesuch. "Die Neugierde hat mich hierher getrieben", gestand er am Samstag beim Rundgang durch die Fachhochschule. Diese Stippvisite am bayernweiten High-Tech-Tag hat sich für ihn gelohnt: "Das ist eine Brutstätte des Wissens und des Fortschritts."

Eigentlich pressierte es dem Minister. Doch das enge Zeitkorsett war schnell abgelegt, als FH-Präsident Prof. Dr. Reinhard Höpfl den Gast über den Campus führte. Kurt Faltlhauser interessierte sich brennend für die Labors und die vielen Projekte, die der FH überregional längst einen sehr guten Ruf eingebracht haben.

Elf Millionen Mark hat die Hochschule bisher aus der High-Tech-Offensive bekommen. 20 Millionen sollen es werden. "Dieses Geld ist gut angelegt", bescheinigte der Finanzminister seinem Gastgeber. Dieses Kompliment freute nicht nur Reinhard Höpfl, sondern auch Oberbürgermeisterin Anna Eder, Landrat Dr. Georg Karl, MdB Barthl Kalb, Alt-OB und Ehrensenator Dieter Görlitz sowie Regierungsvizepräsident Johann Viertlböck.
Natürlich hoffen sie alle, dass der Freistaat Bayern die Deggendorfer Hochschule auch künftig nach Kräften unterstützen wird. Reinhard Höpfl gab dem Gast deshalb ein Andenken mit nach München, das ihm die Finanz-Planung leichter machen soll: "Eine Orakel-Leber der Etrusker." "Die könnte die Steuer-Schätzung ersetzen", scherzte MdB Barthl Kalb.

Kurt Faltlhauser ging kurz auf den Sinn des High-Tech-Tages ein, an dem sich am Samstag bayernweit 200 technologieorientierte Unternehmen, Institute und Hochschulen beteiligten; weitere 350 waren via Internet auf der "virtuellen Messe" vertreten. An der FH präsentierten folgende Firmen ihre High-Tech-Produkte im Rahmen eines Tags der offenen Tür: DWE, Fuel Cell, Motorenfabrik Hatz, Infineon, JumpTec, Kermi, Neoplan, Rehau, Schmack Biogas, Solarfabrik und Stangl. "Neueste Technologie gibt es überall in Bayern. Das müssen wir vor allem jungen Leuten vermitteln", meinte der Minister. Der Ehrgeiz und der Wille, Wissen praktisch umzusetzen, hätten den Freistaat weit nach vorne gebracht. "1,2 Prozent Wachstum pro Jahr: Wir sind nicht umsonst schneller als alle anderen Bundesländer", nannte Faltlhauser Zahlen. Eben diese Dynamik gefällt ihm auch an Deggendorf: "Wir in München sind stolz auf diese Hochschule. Wenn's nur überall so gut laufen würde."

Was an der Fachhochschule läuft, erfuhr er bei seinem Rundgang. Der Minister ließ auch bei komplizierten technischen Vorgängen nicht locker. Ob Gebäudekommunikationssysteme, neue Werkstoffe durch Plasma-Beschichtung oder Biogas-Anlage - er fragte neugierig und beharrlich nach. High-Tech, so der Besucher, müsse eben auch für jeden verständlich gemacht werden. Und: Modernste Technik ist ohne gute Mitarbeiter nutzlos. Deshalb freute sich Kurt Faltlhauser besonders, dass Gabi Mog aus Winzer am Samstag mit ihrer Tochter nach Deggendorf gefahren war. Sie arbeitete in den 80-er Jahren als Büroleiterin in seinem Wahlkreisbüro.

 

Deggendorfer Zeitung vom 2. April 2001

 

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