Rückkehr in die niederbayerische Heimat |
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Professor Johannes Grabmeier vom internationalen Computerkonzern an die FHDeggendorf. (pa) Johannes Grabmeier aus Heidelberg deckt seit Anfang Oktober die Lehrgebiete Mathematik, Statistik, Programmieren und Business Intelligence im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Deggendorf ab. Der in Dingolfing aufgewachsene 44-jährige Diplom-Mathematiker Professor Dr. rer. nat. wurde von Wissenschaftsminister Hans Zehetmair zum Wintersemester 2000/2001 als neuer Hochschullehrer an die FH berufen. Nach dem Abitur am Gymnasium in Dingolfing und dem Wehrdienst studierte er in München Mathematik und Informatik. Zusätzlich hat er an der University of Warwick in Coventry/England den englischen Abschluss eines Master of Science erworben. Nach seiner Hochschulausbildung war Dr. Grabmeier fünf Jahre als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bayreuth tätig. Dort hatte er 1985 promoviert. Im Herbst 1986 wechselte er zum Wissenschaftlichen Zentrum der IBM in Heidelberg. In einem internationalen Forschungsteam arbeitete er an der Entwicklung des ersten objektorientierten Computeralgebra-Systems AXIOM. Mit solchen Systemen kann man symbolisch rechnen, also mathematische Formeln können im Rechner bearbeitet werden. Die Arbeiten daran schlugen sich in einer Reihe von wissenschaftlichen Veröffentlichungen nieder. Diesem Forschungsgebiet blieb er bis heute verbunden. So zeichnet er zu Zeit mit zwei anderen Wissenschaftlern verantwortlich für die Herausgabe des "Handbook of Computer Algebra" (Wiss. Springer-Verlag). Von 1993 bis 1999 war er Sprecher der gemeinsamen Fachgruppe Computeralgebra von GI (Gesellschaft für Informatik) und DMV (Deutsche Mathematiker-Vereinigung). Im Jahr 1998 holte er die weltweit wichtigste Konferenzreihe auf diesem Gebiet (ISSAC) nach Deutschland (Rostock). Als zweiten Schwerpunkt seiner
Tätigkeit bei IBM hat Dr. Grabmeier seit 1994 das für die Lösung
von Problemen in Wirtschaft und Industrie wichtige Thema "Data Mining"
aufgebaut. Dr. Grabmeier ist verheiratet und hat zwei Söhne und eine Tochter. Skifahren, Schachspielen und Klavierspielen sind seine Hobbys. Darüber hinaus hat er sich im Politischen und kirchlichen Bereich engagiert. Die Rückkehr in die niederbayerische Heimat verbunden mit der Herausforderung, die vielfältigen Erfahrungen aus der Praxis an die Studenten weiterzugeben, waren die wichtigsten Motivationsfaktoren für seinen Wechsel von Heidelberg nach Deggendorf.
Plattlinger Anzeiger vom 4. November 2000
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