So viele FH-Studenten wie noch nie |
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Von
Xaver Zistler
Deggendorf. Für 487 neue Studenten hat gestern das erste Semester an der Fachhochschule begonnen. Damit studieren so viele Studenten wie noch nie an der Deggendorfer Hochschule. Schon vor acht Uhr morgens tummelten sich fast 500 Erstsemester auf dem Campusgelände. Dabei ergaben sich bereits die ersten Gespräche zwischen den zukünftigen Kollegen. Man versuchte, sich Namen einzuprägen und unterhielt sich darüber, wie jemand aus München ausgerechnet nach Deggendorf zum Studieren kommt. "Es ist hier leichter,
einen Studienplatz zu bekommen, sagt Claudia Mayr, die von der Großstadt
in die Provinz gezogen ist. Über Informationsbroschüren der
Studienberatung auf die junge Hochschule aufmerksam geworden, will sie
hier BWL studieren. Auf "gut Glück" kam sie ohne viel Vorinformation
in das für sie "etwas verschlafene" Deggendorf und fand
auch gleich eine passende Wohnung. Anders sieht es bei Gerd Brohasga aus, der nach Deggendorf kam, weil es seinen Wunschstudiengang nur hier gibt: Medientechnik ist bisher einmalig in Bayern. Brohasga gehört zu den 58 Glücklichen, die unter 280 Bewerbern ausgewählt wurden und als erste diesen Mix aus digitaler Technik, Journalistik und Design studieren dürfen. Doch auch die anderen Fächer sind begehrt: Es gibt 76 neue Wirtschaftsinformatiker, 45 Studenten im Bereich Bauingenieurswesen, 70 Elektrotechniker, 54 Maschinenbauer, sowie 184 BWL-Erstsemester. Davon belegen 47 den auslandsorientierten Wirtschaftsstudiengang - ein Großteil stammt aus dem Ausland. Insgesamt, die 487 Erstsemester eingerechnet, büffeln derzeit 1397 Studenten an der Fachhochschule. Darunter sind nicht nur Niederbayern, die jungen Leute zieht es von immer entfernten Landkreisen nach Deggendorf. Männer sind in der Überzahl: Die Frauenquote liegt nur bei 28 Prozent. FH-Präsident Prof. Dr.
Reinhard Höpfl begrüßte die Neuzugänge: "Für
sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, an den Sie sicherlich viele
Erwartungen knüpfen." Andererseits, so Höpfl, verlangte
jedoch auch die Hochschule ihren Studierenden einiges ab.
Deggendorfer Zeitung vom 3. Oktober 2000
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